Finger dick angeschwollen, Wundwasser läuft raus: Ex-Schauspieler stirbt bei Bekannter

Hamburg - Traurige Nachricht für das Team des "Elbschlosskellers": Stammgast Christian (64) ist gestorben. Wenige Wochen vorher hatte die Kneipenfamilie dafür gesorgt, dass er wegen einer mutmaßlichen Blutvergiftung behandelt wird.

Elbschlosskeller-Betreiber Daniel Schmidt (41, l.) mit Türsteher Tobi (36).  © RTLZWEI

Im Hinterzimmer der berühmt-berüchtigten Kultkneipe an der Reeperbahn lassen die Mitarbeiter immer wieder Obdachlose nächtigen.

Heute ist Christian da, ein ehemaliger Schauspieler, der manisch-depressiv ist und mit einem dick geschwollenen Finger auf der Bank sitzt. "Da läuft schon Wundwasser raus", hat Kneipenwirt Daniel Schmidt (41) in der RTLZWEI-Doku "Reeperbahn privat" gesehen.

Auch Türsteher Tobi (36) kennt die Anzeichen einer Blutvergiftung. Allerdings wird das Wählen des Notrufs heute keinen Erfolg haben, da Christian eine medizinische Versorgung am selben Tag abgelehnt hatte. "Der Krankenwagen kommt nur noch, wenn er in seiner eigenen Scheiße auf dem Boden liegt", sagt ein anwesender Mann.

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Von Elbschlosskeller-Mitarbeitern wird der 64-Jährige ins Krankenhaus gefahren, wo ihm geholfen wird. Nur einen Monat später stirbt Christian aber laut RTLZWEI eines natürlichen Todes, als er über Nacht bei einer Bekannten unterkommt.

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Der Hamburger Elbschlosskeller hat 24/7 geöffnet.  © Jonas Walzberg/dpa

Reeperbahn privat (RTLZWEI): "Er will nicht mit, er hat Bock zu trinken"

Boris (57) ist in einer Abwärtsspirale gefangen.  © RTLZWEI

Boris (57) trennt sich von seiner peruanischen Freundin, nachdem er sie mit einem Fremden im Bett erwischt hatte. Der Bauarbeiter greift anschließend immer häufiger zur Flasche, verliert seinen Job als Treppenhausreiniger und auch seine Wohnung.

Weil er es aufgrund seines Sprachfehlers und den auf ihn einprasselnden Fragen nicht schaffen würde, das nur 200 Meter entfernte Jobcenter zu betreten und Bürgergeld zu beantragen, hilft ihm Elbschlosskeller-Wirtin Susanna.

Kurz danach stürzt Boris die Treppen runter, wartet zitternd und weinend auf den Rettungswagen. Die Besatzung möchte ihn mit in die Klinik nehmen, das lehnt der 57-Jährige aber ab. "Er will nicht mit, er hat Bock zu trinken", sagt ein Sanitäter. "Ich kann ihn nicht zwingen, er ist ja nicht lebensbedrohlich erkrankt."

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Türsteher Tobi bringt den Obdachlosen doch noch dazu, mitzufahren und seinen möglichen Knöchelbruch behandeln zu lassen. Demnächst will Boris einen Alkoholentzug machen und der Abwärtsspirale entkommen.

Susanna hilft Boris beim Bürgergeld-Antrag.  © RTLZWEI

TV- und Streaming-Hinweis: Neue Folgen "Reeperbahn privat" seht Ihr immer donnerstags ab 20.15 Uhr auf RTLZWEI und auf Abruf bei RTL+.

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