Berlin - Sind die Deutschen zu faul und gönnen sich zu viel "Lifestyle-Teilzeit"? In der ersten Jahresausgabe von "Hart aber fair" mangelte es nicht an Zündstoff.
Mit dem umstrittenen Antrag "Kein Rechtsanspruch auf Lifestyle-Teilzeit" hatte der Wirtschaftsflügel der CDU kürzlich eine brisante Debatte losgetreten.
Wie kommt die deutsche Wirtschaft wieder in Schwung? Arbeiten die Menschen zu wenig?
Unternehmerin Johanna Kamm aus Bayern äußerte klipp und klar: "Wir brauchen die Politik als Sparringspartner – wir brauchen keinen Endgegner in der Politik."
Sie forderte weniger Bürokratie, niedrigere Strompreise und eine generell höhere Wertschätzung für Mittelstand und Familienunternehmer. Der Politik brachte sie Verständnis entgegen, forderte aber mehr Schnelligkeit.
"Ich denke, die Mühlen in der Politik mahlen so langsam, dass es einfach Zeit braucht - und die muss man ihnen wahrscheinlich fairerweise geben, auch wenn es einfach alles zackiger gehen muss", sagte Kamm.
"Wir brauchen Entscheidungen, ganz egal, ob uns die Entscheidungen gefallen oder nicht. Aber dann haben wir Planungssicherheit und können uns zumindest an irgendwas halten und irgendwelche Maßnahmen vornehmen", so die Unternehmerin.
Unternehmerin fordert Reformierung der Erbschaftssteuer
Kamm äußerte sich auch zur Erbschaftssteuer, die sie für stark reformbedürftig hält.
"Wenn wir keine bessere Lösung finden, dann müssen wir überlegen: Macht die Steuer Sinn, wenn wir keine Regelung finden, die am Ende fair ist?", fragte die Unternehmerin.