Köln - Bei "Der Bergdoktor" muss Ronja Forcher immer die heile Welt spielen, auch wenn ihr mal nicht danach zumute ist. Besonders schwer fiel ihr dies im Alter von 13 Jahren, als ihre gleichaltrige beste Freundin starb.
"Wir wussten, dass Sarah irgendwann gehen wird […]. Das war von Anfang an klar, auch ihr und mir. Aber obwohl man versucht, sich jahrelang vorzubereiten [...], erschreckt es einen dann sehr", gestand die Schauspielerin jetzt im "Kölner Treff".
Ihre Freundin war unheilbar krank, der Tod ein steter Begleiter. Als es dann so weit war, habe es ihr dennoch den Boden unter den Füßen weggezogen. Forcher erklärte in der WDR-Talkshow dazu: "Da ist man sehr verwirrt. Man weiß nicht mehr, wer man selber ist."
Sie sei damals sehr verunsichert gewesen. Von Menschen, die ihr sehr nahestehen, fühlte sich die damals 13-jährige Ronja zudem oft missverstanden. Kraft und Energie zog sie in dieser schweren Zeit vor allem aus ihrem Job vor der TV-Kamera.
"Die Verpflichtung, diese Arbeit, die ich seit acht Jahren gekannt habe, hat mich ein bisschen gehalten", erinnerte sich Forcher im "Kölner Treff" zurück. Nur einen Tag nach dem Tod ihrer Freundin kehrte sie ans ZDF-Set zurück - zur Verwunderung ihrer Eltern.
"Bergdoktor"-Star Ronja Forcher sieht Älterwerden als Geschenk
Ihre Begründung: "Ich habe diesen Halt von meiner Figur Lilli gebraucht, für die in diesem Moment alles in Ordnung war. Das war ein großes Geschenk, für einen Tag aus meinem Leben auszusteigen und mich selbst mit meinem Schmerz ein wenig zur Seite zu stellen."
In einigen Monaten wird Forcher 30 Jahre alt. "Durch das Erlebnis mit meiner Freundin weiß ich, was Älterwerden für ein Geschenk ist", sinnierte die Österreicherin im Schnack mit den Moderatorinnen Susan Link (48) und Anna Planken (45).
Ergänzend sagte der "Bergdoktor"-Star noch: "Ich freue mich. Es ist gerade alles so schön. Ich bin so glücklich mit meinem Mann Felix. Wir haben ein wundervolles Zuhause gefunden und ich darf tolle Sachen arbeiten. Und dafür bin ich sehr dankbar."
Dass sie in diesem Jahr die 20. Staffel der Serie drehen kann, hätte sie sich als junges Mädchen nie träumen lassen. "Wir machen es gerne. Wir lieben unsere Zuschauer und Zuschauerinnen sehr. Da ist es einfach, eine Idylle zu spielen", betonte sie abschließend.