"Tatort"-Star wollte sich mehrfach das Leben nehmen
Köln - Seit 15 Jahren spielt Adele Neuhauser (67) die Kommissarin Bibi Fellner im Wiener "Tatort". Beinahe wäre es aber nicht dazu gekommen, denn in jungen Jahren hatte die Schauspielerin mehrfach versucht, sich das Leben zu nehmen, wie sie im "Kölner Treff" verrät.
Eigentlich habe die Österreicherin, die in Griechenland geboren ist, zunächst eine schöne Kindheit gehabt, doch das habe sich schlagartig geändert, als sich ihre Eltern trennten.
Adele habe sich große Vorwürfe gemacht, da sie geglaubt habe, dass sie am Ehe-Aus ihrer Eltern die Schuld tragen würde.
"Ich habe da eine ziemliche Depression ausgefasst damals, aber ich war von Anfang an ein sehr theatralisches Wesen und habe alles etwas überzeichnet, und so auch meine Depression, die dann in sechs Suizid-Versuche mündete. Wobei nicht alle ernst gemeint waren", erzählt die 67-Jährige in der WDR-Talkshow den beiden Moderatoren Susan Link (49) und Micky Beisenherz (48).
Allerdings habe dem "Tatort"-Star der Mut gefehlt, jemanden um Hilfe zu bitten.
"Und das muss ich wirklich auch allen sagen: Seid mutig und holt euch Hilfe. Der Mut, Hand an sich zu legen, ist furchtbar", appelliert die Österreicherin, an alle, die ebenfalls an Depressionen erkrankt sind.
"Tatort"-Star Adele Neuhauser hat selbst eine Trennung hinter sich
Neuhauser selbst hat inzwischen ebenfalls eine Trennung hinter sich. Mit ihrem mittlerweile verstorbenen Ex-Mann Zoltan Paul (†68) hat sie den gemeinsamen Sohn Julian Adam Pajzs (39).
"Ich liebe ihn sehr", sagt die Schauspielerin über ihren Sohn, der sich einen Namen als Jazzmusiker und Filmkomponist gemacht hat.
Der 39-Jährige hat seine Mutter auch schon mit Enkelkindern beschenkt, die sie natürlich liebe. "Ich liebe auch meine Schwiegertochter sehr. Ich mag die Steffi total. Ich bin sehr, sehr glücklich mit dieser wunderbaren Familie", schwärmt die 67-Jährige, die von ihren Enkelkindern "Omama" genannt werden wolle, da es mehrere Großmütter gebe.
Die beiden Enkel seien damit auch einverstanden, zumal sie ihnen auch immer viel durchgehen lasse - aber nur, wenn die Eltern nicht dabei seien. Allerdings bedauere Adele, dass sie die beiden zu wenig sehe, wie die Schauspielerin preisgibt.
Sich selbst sehe sie im Übrigen als "anständige Mutter", auch wenn sie sehr viel weg war. "Mein Beruf hat es bedingt, dass ich das Haus verlassen musste und auch weggehen musste, um zu spielen", gesteht sie abschließend.
Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.
Titelfoto: WDR/Melanie Grande

