Köln - Am Freitagabend musste Gustav Schäfer die Segel bei "Let's Dance" streichen. Zuvor aber tanzte sich der 37-Jährige sein Herz aus dem Leib und bot eine unfassbar emotionale Darbietung.
Was viele nicht wussten: Der Tokio-Hotel-Drummer bangte um das Leben seiner Frau Linda (42) und das seiner Tochter Lotti (9). "Das war kurz vor knapp, dass ich fast meine Frau und Tochter verloren hätte", gesteht der Magdeburger gegenüber "Bild".
Lange Zeit hatte das Paar versucht ein Kind zu bekommen, doch es sollte einfach nicht klappen. Daher entschieden sich Gustav und Linda für eine Hormontherapie.
In der Schwangerschaft folgte der Schock: Die 42-Jährige brach plötzlich zusammen. Grund dafür war, dass ein Embryo in den Eileiter gelangt sei - zum Glück aber auch einer in die Gebärmutter. "Das war Lotti. Unser kleiner Lottogewinn", verrät Gustavs Frau unter Tränen.
Die ganze Situation habe den Musiker geprägt. "Ich will hier gar nicht den großen Frauenversteher machen, aber ich weiß, wie meine Frau gelitten hat", so der 37-Jährige.
Daher sei für ihn auch klar gewesen, dass wenn er einen "Magic Moment" bei "Let's Dance" tanzen dürfe, das Thema Hormontherapie drankommen würde.
Gustav Schäfer und seine Frau Linda reden auch mit ihrer Tochter über das Thema
Seiner Ansicht nach müsse man nämlich deutlich mehr Aufklärungsarbeit leisten.
"Gerade was Reproduktionsmedizin angeht: Welche Möglichkeiten gibt es? Was ist Endometriose? Womit müssen sich Frauen eigentlich jeden Tag oder jeden Monat rumschlagen?", macht Gustav deutlich.
Dass der Magdeburger das Thema in der beliebten RTL-Tanzshow präsentieren durfte, habe ihm geholfen, es aufzuarbeiten. "Es ist natürlich in meinem Kopf, aber ich kann jetzt einen Haken dran machen und sagen: 'Ich habe in meinem Leben richtig Glück gehabt.'"
Und auch mit ihrer Tochter sprechen Gustav und Linda über das Thema. "Wir reden ganz offen mit ihr darüber, aber natürlich kindgerecht. Wir machen daraus kein Geheimnis", erklärt er abschließend.