TV-Zuschauer strafen RTL ab: Was "Let's Dance" damit zu tun hat
Köln - Die Reihen bei "Let's Dance" lichten sich, selbiges gilt allerdings auch für die Zuschauer vor den TV-Geräten. Für RTL ist der Trend alarmierend.
In der dritten regulären Liveshow am Freitagabend ließen Promis und Profis einmal mehr ihre Seele auf dem gebohnerten Parkett im Kölner Studio. Am Ende erwischte es ausgerechnet Publikumsliebling Ekaterina Leonova (38) und Simon Gosejohann (50).
Die ehemalige Miss Wolgograd und vierfache "Let's Dance"-Siegerin (Rekord) wird dem Format mit ihrer Strahlkraft definitiv fehlen, doch auch sie konnte den jüngsten Quoten-Absturz der Sendung nicht verhindern.
Während bei der großen "Kennenlernshow" Ende Februar noch 3,19 Millionen Menschen reinzappten und die erste reguläre Show Anfang März ebenfalls diese Marke hielt, wurde die Drei-Millionen-Grenze in der zweiten Ausgabe bereits erstmals verfehlt.
Mit 2,99 Millionen Zuschauern ging es merklich bergab, doch die jüngste Ausgabe sorgte für eine noch herbere Enttäuschung. RTL liefen weitere 300.000 Menschen davon, wie "Quotenmeter" berichtet.
Ab drei Jahren verfolgten im Durchschnitt nur noch 2,69 Millionen Zuschauer das Aus von "Ekat" und Simon - ein neuer Tiefpunkt.
Tagessieg im privaten Fernsehen, aber Formkurve bereitet Sorgen
Was die Verantwortlichen des Kölner Privatsenders aktuell jedoch noch milde stimmen dürfte, sind die Marktanteile zur Primetime am Freitagabend.
Denn diese sind trotz der anhaltenden Quotenkrise auch weiterhin stark. Mit 14,8 Prozent sicherte sich "Let's Dance" erneut die beste Reichweite des gesamten Tages im privaten Fernsehen.
Noch beeindruckender zeigt sich das Abschneiden in der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. Hier erreichte die Tanzshow exzellente 19,8 Prozent bei 0,64 Millionen Zuschauern.
Der Blick auf die blanken Zahlen kann sich also durchaus sehen lassen, dennoch gibt es Gründe für Sorgenfalten in der RTL-Sendezentrale.
Denn auch in der für die Kölner Fernsehmacher so entscheidenden Zielgruppe zeigt die Formkurve bedenklich nach unten. Zum Show-Auftakt waren es hier noch 0,81 Millionen Zuschauer gewesen, in Woche zwei bereits nur noch 0,68 Millionen.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

