Von Jonas-Erik Schmidt
Köln - ProSieben nimmt große Veränderungen an seiner Show "The Masked Singer" vor.
Die wohl größte: In der neuen Staffel soll die Sendung nicht mehr live ausgestrahlt werden. Stattdessen sind Aufzeichnungen geplant – wenige Wochen später sollen sie dann erst im Fernsehen und auf dem Streamingdienst Joyn zu sehen sein.
Das kündigte der Sender nun zusammen mit weiteren Änderungen am Konzept für die 13. Staffel an, die im Herbst ausgestrahlt werden soll. "The Masked Singer" hatte bislang zu den größten und aufwendigsten Live-Shows des deutschen Fernsehens gehört.
Was die Änderungen etwa für das Voting der TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer bedeuten, blieb zunächst offen. Show-Chef Hannes Hiller (55) erklärte das neue Produktionskonzept unter anderem mit Vorteilen bei der Akquise von Prominenten, die bereit sind, sich für die Show zu maskieren.
"Wir machen hier genau das, was weltweit längst Standard ist – ob USA oder Großbritannien, andere Länder zeichnen die Show schon immer auf", erläuterte er. "Dieser Schritt ermöglicht die Verpflichtung von prominenten Kandidaten, deren Terminkalender eine sechswöchige Live-Präsenz bislang schlichtweg unmöglich gemacht hat."
16 maskierte Promis – so viele wie noch nie
Bei "The Masked Singer" treten Promis als Sänger auf, verstecken ihre wahre Identität aber hinter großen Kostümen. Nur ihre Stimme und mysteriöse Hinweise lassen erahnen, wer auf der Bühne steht.
Im Studio rätselt ein prominentes Rateteam, vor dem Fernseher die Zuschauer. ProSieben brachte die Show erstmals 2019 ins deutsche Fernsehen – damals war sie ein Überraschungshit.
Auch vor der Kamera soll sich in der neuen Staffel einiges ändern. Nach Angaben von ProSieben treten diesmal 16 maskierte Prominente an – "so viele wie noch nie zuvor". Ebenso werde das Tempo erhöht und die Dramaturgie verändert.
"In den ersten vier Shows treten jeweils vier Masken im direkten Wettkampf gegeneinander an. An jedem Abend müssen dann bereits zwei Prominente ihre Identität preisgeben, während die zwei verbleibenden Masken direkt ihr Ticket fürs Halbfinale lösen", erläuterte ProSieben. Es soll also rasch viele Demaskierungen geben.
Was gleich bleibt: Die Moderation übernimmt wie gewohnt Matthias Opdenhövel (55). Produktionsstandort bleibt zudem weiterhin Köln. Tickets für die Aufzeichnungen seien ab sofort erhältlich, so ProSieben. Sie sind bereits im August geplant.