Flugzeugbau zurück in Deutschland: Warum sich die Deutsche Aircraft für Leipzig entschieden hat

Leipzig - Die Ansiedlung der Deutschen Aircraft in Leipzig ist ein starkes Signal für eine ganze Region. Warum sich der Flugzeughersteller für die Messestadt und gegen andere deutsche Städte entschieden hat, hat der Geschäftsführer erläutert.

Diese D328eco wird in Leipzig produziert.  © Jan Woitas/dpa

"Würde ich da wohnen wollen?", sei ein entscheidendes Argument in der Standortwahl gewesen, bestätigte Nico Neumann in der "MDR Umschau". Auch dadurch habe sich die Messestadt gegenüber anderen Favoriten wie Erfurt oder Bremen durchgesetzt. Die Stadtpolitik sei dazu großer Unterstützer gewesen.

Leipzig sei grundsätzlich für viele Menschen attraktiv, mit dem DHL Hub zudem eine große Logistik und auch eine gute Autobahn- und Zuganbindung vorhanden. Alles wichtige Kriterien, um Personal und Material anzuschaffen.

Mit dem Bau der D328eco-Maschine wird die Flugzeugproduktion in Deutschland erstmals seit 2002 wieder aufgenommen. In Mitteldeutschland wurden letztmalig vor 65 Jahren Flugzeuge produziert.

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Auf 20.000 Quadratmetern Baufeld, von denen die riesige Produktionshalle die Hälfte einnimmt, kann künftig an acht mit Turboprop angetriebenen Regionalfliegern gleichzeitig gearbeitet werden. Lasergesteuerte autonome Transportwagen sind unterwegs, die alles auf den Mikrometer genau anordnen können.

Pro Woche soll ein 40 Sitze zählender Jet fertiggestellt werden können. Der erste soll im ersten Quartal 2027 ready sein.

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Investitionen von 500 Millionen Euro, bis das erste Flugzeug verkauft wird

Nico Neumann, Geschäftsführer der Deutschen Aircraft, erklärt die Hintergründe der Ansiedlung in Leipzig.  © Jan Woitas/dpa

Um die 500 Millionen Euro müssen investiert werden, bevor ein serienmäßiger Verkauf starten kann. Normalere Größenordnungen in der Luftfahrt.

Die 27 Meter langen und 22 Meter breiten Maschinen sollen bis zu 40 Prozent sparsamer sein als andere Flugzeuge und auch auf unbefestigten Pisten starten und landen können.

Auf dem europäischen Markt glaubt Heinrich Großbongardt nicht an Abnehmer. Ein solches Flugzeug sei vor allem in Südamerika, Indien und anderen asiatischen Ländern interessant.

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200 bis 300 Mitarbeiter werden künftig an dem Leipziger Standort arbeiten. Das Recruiting läuft auf Hochtouren.

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