Unternehmen leiden unter steigenden Öl- und Gaspreisen: "Im Schnitt 10.000 Euro am Tag mehr"

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Leipzig/Magdeburg - Dass die aktuelle politische Weltlage auch Auswirkungen auf Deutschland hat, ist spätestens an den Tanksäulen klar zu erkennen. Doch was, wenn statt 50 Liter 1000 pro Fahrzeug getankt werden müssen? Die Mehrkosten sind kaum noch zu stemmen, erklärt ein Unternehmer in der MDR-Umschau.

Transportunternehmen leiden massiv unter den hohen Spritkosten. (Symbolfoto)
Transportunternehmen leiden massiv unter den hohen Spritkosten. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

Für die Tankfüllung eines Lkw zahlt das Transportunternehmen Cody Logistics im Schnitt etwa 900 Euro mehr, als noch vor ein paar Monaten.

Bei europaweit etwa 100 Fahrzeugen sind die Mehrkosten enorm. "Das macht am Tag im Schnitt 10.000 Euro", erklärt Geschäftsführer Falk Hoppe.

Das in der Nähe von Magdeburg angesiedelte Unternehmen muss somit monatlich im Schnitt 200.000 Euro mehr zahlen, damit seine Lkw weiterhin rollen.

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Die Mehrkosten einfach an die Kunden weitergeben ist unter anderem aufgrund laufender Verträge keine Option.

Die beschlossene Senkung der Mineralölsteuer bei Diesel und Benzin um 17 Cent je Liter könnte zwar helfen, doch Hoppe bezweifelt, dass diese Summe auch beim Endnutzer ankommt.

Tatsächlich gibt es keine Regelung, dass die Mineralölkonzerne die Vergünstigungen auch komplett weitergeben müssen.

Eines ist klar: Es muss eine Lösung her, sonst stehen Existenzen auf dem Spiel.

Großbäckerei bangt um Gaspreise

Auch die Bäckerei von Geschäftsführer Ken Schwarze blickt in eine ungewisse Zukunft. (Symbolfoto)
Auch die Bäckerei von Geschäftsführer Ken Schwarze blickt in eine ungewisse Zukunft. (Symbolfoto)  © Bernd Weißbrod/dpa

Doch es sind bei weitem nicht nur die Transportunternehmen, welche um ihren Verbleib bangen.

Auch Ken Schwarze blickt mit Unsicherheit in die Zukunft. Er ist der Geschäftsführer der Bäckerei & Konditorei Schwarze im Landkreis Leipzig.

Die Großbäckerei ist vor allem von den Gaspreisen abhängig und auch diese steigen.

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"Wir brauchen über 400.000 Kilowattstunden Gas im Jahr", erzählt er der MDR-Umschau. Aktuell ist er noch vertraglich gebunden, doch wie sich der Preis nach der Laufzeit entwickelt, ist ungewiss.

"Wir sind so abhängig von dem politischen Weltgeschehen geworden", resümiert Ken.

Trotzdem ist ihm wichtig klarzustellen, dass die Produkte der Bäckerei jetzt nicht einfach wahllos teurer werden. "Wir ändern ja nicht jeden Tag oder jede Woche unsere Preise."

Auch wenn die Preise erstmal unangetastet bleiben, kann der Geschäftsführer nicht versichern, dass das auch in der Zukunft so bleibt. Wenn die Kosten immer höher werden sei man früher oder später gezwungen, seine Preise anzupassen.

Die gesamte MDR-"Umschau"-Folge vom Dienstag könnt Ihr Euch in der ARD-Mediathek ansehen.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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