Hamburg - Seinen Hit "Aloha Heja He" von 1991 kennt jeder: Am Freitagabend war der "Ur-Vater des deutschen Rock", Musiker Achim Reichel (82), in der "NDR Talk Show" zu Gast.
Im Gespräch mit den beiden Moderatoren Bettina Tietjen (66) und Hubertus Meyer-Burckhardt (69) sprach der 82-Jährige unter anderem über seine Kindheit und Jugend, die er größtenteils auf St. Pauli in Hamburg verbracht hatte.
Reichel verriet unter anderem, dass er in einem Zimmer ohne Fenster schlafen musste. Er schränkte jedoch sofort ein: "Das war kein Kinderzimmer, da stand nur ein Bett. Also ich habe da geschlafen, aber mehr nicht."
Den Großteil der Zeit habe er stattdessen damit verbracht, die Schiffe im Hamburger Hafen zu beobachten und zu studieren. Irgendwann sei aber schließlich die Musik zu seinen Hobbys dazugekommen - und mit ihr auch das Image als Mädchenschwarm.
Dies habe auch dazu geführt, dass er schon als Minderjähriger Vater geworden sei. "Auf St. Pauli aufzuwachsen, ist eine riskante Nummer", witzelte der Musiker. Pikant: Um den Erfolg seiner Band nicht zu gefährden, habe er sein Kind damals geheim gehalten.
Achim Reichel wurde im März mit Bundesverdienstkreuz geehrt
Eigentlich habe er früher auch ganz andere Pläne gehabt, als Musiker zu werden, offenbarte Reichel außerdem. "Ich wollte es meinem Vater gleichtun, der ist als Schiffsstewart zur See gefahren", verdeutlichte der 82-Jährige.
Dann "kam Gott sei Dank eine Gitarre dazwischen", wie Reichel schmunzelnd berichtete. Es folgte eine erfolgreiche Karriere, die 1991 in dem Gassenhauer und Top-Ten-Hit "Aloha Heja He" gipfelte. Der Song entwickelte sich vor einigen Jahren sogar in China zum Internet-Kult - dank eines TikTok-Trends.
Im März wurde Reichel für seine Errungenschaften mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Kurios: Der Brief mit der entsprechenden Ankündigung landete zunächst bei seiner Nachbarin. "Eine dieser Geschichten, die man eigentlich gar nicht glaubt", kommentierte der Künstler grinsend.
Wer die "NDR Talk Show" am Freitag verpasst hat, kann sie jederzeit in der ARD-Mediathek nachholen.