Hamburg - Der Erste Bürgermeister von Hamburg, Dr. Peter Tschentscher (60), war in der "NDR Talk Show" zu Gast und erklärte, warum Sänger Udo Lindenberg (79), die Hansestadt in seiner DNA trägt.
Vor vier Jahren verlieh der Bürgermeister Udo Lindenberg die Ehrenbürgerwürde. Nur 37 Menschen dürfen sich in Hamburg als solche bezeichnen.
"Udo Lindenberg verkörpert wirklich ein Stück Hamburg. Er ist als Mensch einer, wofür die Stadt steht, eine Weltoffenheit und eine Toleranz, das verkörpert er einfach", sagte Tschentscher.
Außerdem sei seine Biografie mit Hamburg verwoben. Zwar sei der Sänger nicht in der Hansestadt geboren, doch kam er als junger Mensch nach Hamburg.
"Und wie es halt vielen geht: Man muss nicht hier geboren sein, man fühlt sich sofort dazugehörig, weil diese Stadt nicht fragt, woher kommst du, sondern wo willst du hin", so Hamburgs Bürgermeister. All das repräsentiere Lindenberg.
Laut Tschentscher habe Lindenberg ein "unglaublich politisches Gespür"
Auf die Frage hin, was der Sänger und er gemeinsam hätten, antwortete Tschentscher, dass man das vielleicht nicht von Lindenberg erwarten würde, aber dass dieser ein "unglaubliches politisches Gespür" habe.
Für den Bürgermeister sei die Fahrt des Sängers nach Ost-Berlin damals unglaublich politisch geprägt. "Intuitiv hat er das, was er wollte, diese Mauer sozusagen zu überwinden, genial vorangebracht."
Natürlich sei Lindenberg nicht der Einzige, der die Mauer zu Fall brachte, jedoch habe er die Botschaft vermittelt: "Er hat sich darum gekümmert, dass die Menschen im Osten nicht von denen im Westen vergessen werden und ist wirklich zu einem Helden geworden, weil das eine ganze Generation an Ostdeutschen gespürt hat."
Laut Tschentscher seien Udos Songs nicht nur Musik: "Sie haben immer Botschaften und ich glaube, das ist typisch Udo Lindenberg, dass er den Song, das Thema und die Botschaft so miteinander verbindet, dass das extrem authentisch rüberkommt."