Pierre M. Krause besucht Bruce Darnell: Seine Mutter hat ihn abgelehnt

Stuttgart / Holland - Pierre M. Krause (44) besucht in seiner SWR-Sendung "Krause kommt" Bruce Darnell (63) und spricht mit ihm über sein Leben. Das Model spricht offen über seine schwierige Kindheit und das Verhältnis zu seiner Familie.

Bruce Darnell (63) im Gespräch mit Pierre M. Krause in der SWR-Sendung "Krause kommt".
Bruce Darnell (63) im Gespräch mit Pierre M. Krause in der SWR-Sendung "Krause kommt".  © Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=EtzAwfOyoXc

In seinem sehr aufgeräumten und cleanen Haus in Vaals in Holland empfängt Model und Choreograf Bruce Darnell den SWR-Moderator Pierre M. Krause.

"Schlicht und einfach ist das Beste, was man machen kann", sagt Bruce Darnell, der seinen Gast durch das Haus führt.

Weiße Möbel, viel Ordnung und kein Krimskrams zeichnen sein Heim aus. In seiner "Umkleidekabine", einem ganzen Zimmer, zeigt er Krause seine verschiedenen Jackets.

Bei einem Spaziergang durch einen Park sprechen die beiden über den Lebensweg von Bruce, der zunächst sechs Jahre beim Militär arbeitete, bevor er Model und später bekannt durch "Germany's Next Topmodel" und "Das Supertalent" wurde.

Er beschloss Amerika zu verlassen, nachdem er als Soldat von vier weißen Männern an einer einsamen Landstraße mit einer Waffe bedroht worden sei.

"America is killing black man und ich muss mein Leben retten", erklärt Bruce und dreht sich mit Tränen in den Augen zur Seite. "Das Leben geht irgendwie weiter", sagt der 63-Jährige, als er wieder seine Fassung gewonnen hat.

Kein Kontakt mehr zur Familie

Bei einem Abendessen geht das emotionale Gespräch sehr offen weiter. Auf die Frage, ob er gerne alleine ist, sagt der Wahl-Holländer: "Ich lebe gerne alleine. Mir macht das gar nichts aus. Ich finde, das ist etwas sehr Schönes. Mir geht es gut damit". Auch mit einem Partner möchte er nicht mehr zusammenziehen.

Dabei kennt er ein volles Haus aus seiner Kindheit, denn er wuchs in einer Großfamilie mit insgesamt zehn Kindern auf. Er habe das Gefühl gehabt, er gehöre nicht richtig dazu. Seinen Vater kennt er nicht, hat keinen Namen von ihm und auch keinen Kontakt mehr zu seiner Mutter.

"Ich habe Amerika vor fast 40 Jahren verlassen und ich habe die Vergangenheit abgeschlossen und keine Verbindung mehr zu ihr und bin meine eigenen Wege gegangen", sagt der 63-Jährige.

Das Verhältnis sei nicht gut gewesen und seine Mutter habe ihn abgelehnt. Er habe gespürt, dass sie nichts mit ihm zu tun haben wolle und er spürte, dass er nicht so viel wert wie die anderen Geschwister sei. "Sie wollte gar nichts mit mir zu tun haben", sagt Bruce über das schwierige Verhältnis zu seiner Mutter.

Das Model habe sogar versucht Kontakt zu ihr aufzunehmen, doch das wollte seine Mutter nicht. "Dann war das Thema für mich gegessen."

Zu seinem Stiefvater habe er auch keine Verbindung mehr. Inzwischen sei er gestorben, doch schon zu Lebzeiten habe er Bruce nicht sehr beachtet. Auch zu seinen Geschwistern habe er keinen Kontakt mehr: "Ich wurde nur in der Familie geboren. Das Schicksal hat seinen Lauf genommen."

"Man muss sich die Frage stellen, wie viel Gepäck will man mitnehmen?", sagt Bruce und erklärt: "Ich gehe meine Reise lieber mit leichtem Gepäck. Das heißt, ich habe all diese Dinge verarbeitet und reise leicht. Ich möchte nicht verbissen sein, sondern eine Leichtigkeit haben."

Titelfoto: Screenshot: https://www.youtube.com/watch?v=EtzAwfOyoXc

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