Tödlicher Raubüberfall: Dieser "Polizeiruf 110" ist alles andere als ein Juwel
Potsdam - Eine gefährliche Räuberbande mit Clown-Masken zieht durch Brandenburg. Ihr Ziel: Juwelierläden. In Potsdam verläuft der Überfall der sonst so professionell vorgehenden Verbrecher anders als bisher. Ein Mann stirbt. War es wirklich dieselbe Bande oder steckt ein anderes Motiv dahinter? Diese Fragen klärt der "Polizeiruf 110: Goldraub" auf, der am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten läuft.
Jan Michalski (Stephan Bürgi, 59) erhält eine wertvolle Lieferung in sein Geschäft. Gemeinsam mit seiner Frau Bettina (Deborah Kaufmann, 55) soll der Juwelier eine historische Schmucksammlung aus dem nahegelegenen Museum restaurieren.
Doch schon kurz nachdem ihm die kostbaren Stücke übergeben wurden, wird Michalski überfallen. Die Räuber töten ihn.
Vincent Ross (André Kaczmarczyk, 39) und Karl Rogov (Frank Leo Schröder, 65) erfahren am Tatort, dass einer der Täter verletzt wurde. Mit einem sogenannten Mantrailer – einem Hund, der speziell für die Suche von Menschen trainiert wurde – wollen sie die Spur aufnehmen.
Des Weiteren finden die Ermittler des deutsch-polnischen Kommissariats heraus, dass nur sehr wenige Menschen über den Museumsauftrag der Michalskis Bescheid wussten. Das schränkt den Kreis der Verdächtigten enorm ein. Dennoch scheinen alle Beteiligten etwas verbergen zu wollen. So leicht lassen sich Ross und Rogov allerdings nicht abwimmeln.
Lohnt sich das Einschalten beim "Polizeiruf 110" aus Potsdam?
Ein Juwel ist dieser Krimi leider nicht. Er plätschert nur so dahin. Man kann während des Films auch mal ohne schlechtes Gewissen das Handy zur Hand nehmen oder zum Kühlschrank gehen.
Den Anschluss verpasst man dabei nicht und kann die Handlung direkt weiterverfolgen. Selbst das Ende, welches das Potenzial für jede Menge Spannung hätte, wirkt wenig packend.
Dabei hätte der Zuschauer bei Regisseur Felix Karolus (53) durchaus einen vielversprechenden Krimi erwarten können. Er stammt nämlich aus einer Juwelier-Familie und kennt daher leider solche Überfälle.
"Mein Vater und auch schon mein Großvater hatten immer einen Revolver bei sich, mussten aber zum Glück nie Gebrauch davon machen. Bei uns haben es die Räuber meist nachts mit Einbrüchen versucht. Allerdings war da der Schmuck im Tresor, an dem sie regelmäßig gescheitert sind", erklärt er im RBB-Interview.
Titelfoto: rbb/Christoph Assmann

