Polizist Jan muss bei heftigem Radfahrer-Crash als Sanitäter aushelfen: "Hätte tödlich enden können"

Leipzig - Wenn der 1. Einsatzzug Grimma der Polizeidirektion Leipzig im Stadtgebiet unterwegs ist, ist nicht selten der Vollzug eines Haftbefehls die Aufgabe der Beamten. Manchmal kommt es aber auch anders, wie die neue Folge der VOX-Doku "110 im Dauereinsatz" zeigt.

Polizeiobermeister Jan konnte den Verletzten versorgen, bis der Notarzt eintraf.  © RTL

Während der Fahrt durch Leipzig kommt ein Notruf bei den Einsatzkräften herein, am Abend hat es einen schweren Unfall zwischen einem Auto und einem Radfahrer auf der belebten Karl-Liebknecht-Straße gegeben. Den Beamten schwant Böses, laut erster Meldung soll der Radler nicht ansprechbar sein.

Polizeiobermeister Jan und seine Kollegen machen sich sofort auf den Weg und sind sogar noch vor dem Notarzt am Unfallort an der Ecke zur Riemannstraße, an der der junge Mann auf seinem Rennrad von einem VW erfasst wurde.

Jan ist glücklicherweise selbst Einsatzsanitäter und kann sich zunächst um den Verletzten kümmern, der in eine Rettungsdecke gewickelt auf der Straße liegt. Währenddessen sperren seine Mitstreiter den Bereich sofort großräumig ab.

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Unterstützung bekommt der Polizist nicht nur von Ersthelfern, sondern auch von einem Passanten, der Notarzt ist. "Das ist ein schöner Zufall, dass ein Arzt hier vor Ort ist und Erstmaßnahmen treffen kann. Das ist wirklich der Idealfall", so Jans Kollege Kevin.

Ein Detail rettete dem Radfahrer möglicherweise das Leben: "Das war vermutlich Glück im Unglück für ihn, ohne Helm hätte das durchaus tödlich enden können", sagt Jan. Inzwischen ist er ansprechbar, klagt über Schmerzen.

Auch ein gutes Zeichen: Der Verletzte kann seine Beine bewegen, versuchte wohl auch aufzustehen - das gibt Hoffnung, dass die Wirbelsäule nichts abbekommen hat. Alle packen mit an, damit der junge Mann schnell ins Krankenhaus gebracht werden kann.

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Das Rennrad des jungen Mannes. Offenbar krachte er mit voller Wucht in die Beifahrerseite des VWs.  © 7aktuell.de | Eric Pannier

"110 im Dauereinsatz": Einsätze wie diese gehen nicht spurlos an Polizisten vorbei

Das Unfallauto stand danach in der Riemannstraße und war an der Beifahrerseite stark beschädigt.  © 7aktuell.de | Eric Pannier

Indes befassen sich die Beamten mit der ersten Spurensuche. Wie die Polizei TAG24 am Unfalltag berichtete, wollte die Autofahrerin von der Karl-Liebknecht-Straße verbotenerweise nach links in die Riemannstraße abbiegen und habe dabei den entgegenkommenden Radfahrer übersehen.

Er muss mit großer Wucht in die Beifahrerseite des Autos gekracht sein, die einen deutlichen Einschlag aufweist. "Der ist mit so viel Schwung gekommen, dass sogar die Seitenscheibe rausgefallen ist", sagt Jan.

Einsätze wie diese lassen die Polizisten nicht kalt. Erst recht, wenn auch besorgte Angehörige vor Ort sind, wie in diesem Fall. Sowohl ein guter Freund als auch die Mutter des Verletzten sind natürlich völlig aufgelöst.

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"Man ist ja selber Mensch, wenn man sich in die Lage hineinversetzt, dass da ein Angehöriger liegt, das wünscht man keinem", sagt Kevin. "Man kann ihm einfach nur wünschen, dass er die Sache ohne Nachwirkungen übersteht und wieder auf die Beine kommt", so Jan.

Die ganze Folge von "110 im Dauereinsatz" mit Fällen aus Leipzig, aber auch Rostock, Celle und Cottbus könnt Ihr Euch im Stream bei RTL+ anschauen.

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