Gebrochene Wirbelsäule! Wie René Kindermann seiner Kollegin Anja Koebel half!

Leipzig - Es war DIE Schocknachricht Anfang des Jahres: Im Februar kam heraus, dass sich MDR-Moderatorin Anja Koebel (52) bei einem Unfall mit einem Pferd schwer verletzte (TAG24 berichtete). Damals ging man von einem Steißbeinbruch aus. Es war aber alles viel dramatischer, als zuerst geahnt, denn: In Wirklichkeit hatte sich die Sachsenspiegel-Moderatorin die Wirbelsäule gebrochen! 

Ihrem Pferd gibt Anja Koebel keine Schuld für den Unfall.
Ihrem Pferd gibt Anja Koebel keine Schuld für den Unfall.  © Bildmontage: 123RF/maryart, MDR/Axel Berger

Das erzählte sie jetzt in der Talkrunde im Riverboat bei Kim Fisher (51) und Jörg Kachelmann (62). "Du hattest einen Unfall, der ungewöhnlich war", sagte Kim Fisher. "Du bist mit einem Pferd zusammen gestoßen, wie kann so etwas passieren?"

Dem Tier gibt Koebel keine Schuld an dem Unfall

"Ich bin Reiterin und Pferde sind Fluchttiere. Ich hatte mein Pferd in einem Paddock stehen, einem Winterauslauf. Ich wollte reiten und mein Pferd rausholen. Das andere Pferd stand eine Pferdelänge von ihm entfernt. Ich öffne also die Drahtlitze und plötzlich springt der wie aus dem Nichts frontal auf mich drauf. 

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Ich habe das weder kommen sehen noch ist er ein aggressives Pferd und so hat es mich voll aus dem Nichts erwischt und frontal auf den Rücken gesemmelt", erinnert sich die Pferde-Liebhaberin. 

Steißbeinbruch? Kollege Kindermann hakte bei Anja Koebel nach

"Ich bekam kurz schwer Luft, wollte aber noch reiten gehen. Ich dachte, ich schaffe das noch. Und habe dann mein Pferd noch in die Box gestellt. Ich hatte ja nichts falsch gemacht. Doch ich habe dann gemerkt, ich kann weder stehen, noch liegen oder sitzen, es ging nicht mehr. Der Notarzt hat mich dann abgeholt."

Der Notarzt brachte die Moderatorin in ein Krankenhaus, dort wurde Anja Koebel eingehend untersucht. "Die Diagnose war nach einem Röntgenbild der Halswirbelsäule und des Beckens, dass ich ein gebrochenes Steißbein habe, also den letzten Wirbel des Steißbeins. Das täte zwar jetzt ein bisschen weh, aber da könne man nichts machen, da sollte ich durch."

Koebel quälte sich durch die ersten beiden Tage nach dem Unfall, hatte Schmerzen, konnte sich kaum bewegen. "Ich habe dann den 'Sachsenspiegel' abgesagt und eine Veranstaltung, die ich am Donnerstag moderieren sollte. 

Die hat mein Freund und Kollege René Kindermann sofort gern übernommen und fragte mich in diesem Telefonat drei Mal: 'Bist du dir mit der Diagnose sicher?'"

Im Riverboat sprach Anja Koebel über ihre schwere Verletzung.
Im Riverboat sprach Anja Koebel über ihre schwere Verletzung.  © Screenshot MDR Riverboat

Anja Koebel: "Man läuft ja nicht so einfach mit einer gebrochenen Wirbelsäule rum!"

Da kam dann auch die Moderatorin ins Grübeln. Kindermann bot seine Hilfe an, wollte Anja Koebel zu einem Wirbelsäulen-Spezialisten schicken, mit dem er bereits gute Erfahrungen gemacht hatte. "Rene ist ja auch ehemaliger Leistungssportler und Bandscheiben geplagt. Als er dann das dritte Mal fragte, habe ich ihm versprochen, dass ich zu seinem Spezialisten gehe."

Koebel hielt Wort. "Schlussendlich saß ich zwei Tage später dort in der Praxis und das erste war: Der Arzt sah sich das gleiche Röntgenbild an, das hatte ich mitgenommen und er sagte: 'Ihr Steißbein ist in Ordnung, Ihr Kreuzbein ist kaputt.' Und nach einem MRT der Wirbelsäule kam heraus, dass ich eine gebrochene Wirbelsäule hatte. Mein Glück war, sicher auch durch meine gute Rückenmuskulatur, dass der Wirbel noch gerade stand. Sonst wäre ich ein Fall für das Krankenhaus gewesen. Es war aber alles sehr stabil und so musste ich nur ein Korsett tragen und jede Woche röntgen gehen in der Uniklinik Dresden.

Mir ist in diesem Moment aber noch einmal ganz schon schlecht geworden. Man läuft ja nicht einfach so mit einer gebrochenen Wirbelsäule rum."

Titelfoto: Bildmontage: 123RF/maryart, MDR/Axel Berger

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