"Da geh ich lieber zum Putzen!": So ergatterte "Bergdoktor"-Legende Monika Baumgartner TV-Rolle

Leipzig - Sie ist seit 2008 Teil des "Bergdoktors", war im "Tatort" zu sehen, bei den "Rosenheim-Cops" und im "Bulle von Tölz". Seit Ende der 1970er-Jahre ist Monika Baumgartner (74) nicht mehr aus Film und Fernsehen wegzudenken. Zu Gast im "Riverboat" erinnerte sie sich nun an einen Moment, als das offenbar noch nicht jedem bewusst war.

Schauspielerin Monika Baumgartner (74) war am Freitagabend zu Gast im "Riverboat".
Schauspielerin Monika Baumgartner (74) war am Freitagabend zu Gast im "Riverboat".  © IMAGO / STAR-MEDIA

Die Erinnerung kam im Gespräch mit Schauspiel-Kollege Fritz Karl (58), der am Freitagabend ebenfalls an Bord des "Riverboat" saß. Wie die beiden gegenüber Moderatorin Kim Fisher (56) verrieten, standen sie bereits das eine oder andere Mal gemeinsam vor der Kamera - und das offenbar immer in der Rolle als Mutter und Sohn.

"Ich hab nicht nur 'Bergdoktor'-Söhne, zwei Stück, wie du weißt, ich hatte ihn schon viel früher", erklärte Monika Baumgartner humorvoll.

2011 waren die beiden in "Mein Bruder, sein Erbe und ich" zu sehen. Das erste Aufeinandertreffen gab es jedoch bereits 2003 im Fernsehfilm "Jennerwein", in dem Fritz Karl den gleichnamigen, legendären Wilderer Georg Jennerwein (1849-1877) verkörperte. Übrigens auch dabei: Hollywood-Star Christoph Waltz (69)!

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Dass Baumgartner und Karl in dem Film gemeinsam zu sehen sind, scheint dabei allerdings nicht von vornherein klar gewesen zu sein. Denn nachdem der Schauspieler bereits die Rolle des Jennerwein ergattert hatte, wollten es die Produzenten für seine erprobte Kollegin offenbar etwas schwieriger machen, wie sie verriet.

Monika Baumgärtner: "Leut', ich mach den Job jetzt zig Jahrzehnte!"

Seit Ende der 70er steht die Schauspielerin bereits vor der Kamera. Im "Bergdoktor" ist sie seit 2008 zu sehen.
Seit Ende der 70er steht die Schauspielerin bereits vor der Kamera. Im "Bergdoktor" ist sie seit 2008 zu sehen.  © Ursula Düren/dpa

"Als das besetzt worden ist, hab ich einen Brief bekommen von der Film-Firma, ich möchte zum Casting kommen, ob ich zu Herrn Fritz Karl passe", erinnerte sich Monika Baumgartner im "Riverboat".

Die Schauspielerin, die sich bereits damals einen Namen in Film, TV und am Theater gemacht hatte, wollte dies jedoch nicht hinnehmen. "Da hab ich gesagt: 'Leut', ich mach den Job jetzt zig Jahrzehnte! Wenn ich jetzt zum Casting soll, weil ihr mich fragt, pass ich zu dem Herrn Fritz Karl, da geh ich lieber zum Putzen.' Ich war so empört!"

Monika Baumgartners Standpunkt: Wenn die Produzenten noch immer nicht wüssten, ob eine seit 1972 aktive Schauspielerin in die Rolle passe, dann sollten sie sich eine andere suchen. "Dann hab ich nichts mehr gehört und plötzlich kam ein Brief, ich solle bitte zur Kostümprobe kommen."

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Der Fernsehstreifen erhielt später den Filmpreis "Romy" in der Kategorie "Beste Kamera" und war sogar für den Deutschen Fernsehpreis nominiert.

Weitere Geschichten von Monika Baumgartner, Fritz Karl oder auch Comedian Paul Panzer (54) gibt's in der aktuellen "Riverboat"-Ausgabe, die ab sofort als Video-on-Demand in der ARD-Mediathek verfügbar ist.

Titelfoto: Montage: IMAGO / STAR-MEDIA + Ursula Düren/dpa

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