Leipzig - Am Freitagabend war Sänger und Songwriter Tim Bendzko (40) zu Gast im "Riverboat". Dabei sprach der 40-Jährige, der 2011 mit dem Song "Nur noch kurz die Welt retten" bekannt wurde, auch über seinen Traum, den Eurovision Song Contest (ESC) zu gewinnen, und darüber, warum er beinahe einen ganz anderen Karriereweg eingeschlagen hätte.
"Ich weiß aus zuverlässiger Quelle, dass du dich letztes Jahr für den deutschen Vorentscheid des ESC beworben hast", sagte Gastgeber Matze Knop (51) dem Musiker. "Ich mich übrigens auch, doch wir sind beide nicht genommen worden. Bei mir verstehe ich das, bei dir nicht so ganz."
Bendzko antwortete: "Es ist auch weiterhin ein Mysterium. Ich habe tatsächlich geträumt, dass ich den ESC gewinne." Erstaunlicherweise habe er dann eine Woche später die Pressekonferenz zum Vorentscheid gesehen, auf der auch bereits etablierte Künstler aufgefordert wurden, sich zu bewerben.
"Und ich hab ja geträumt, dass ich das gewinne", erinnerte sich der Sänger amüsiert. "Ich hatte auch direkt eine konkrete Idee für den Song, der auch wirklich so ein ESC-Hit ist, 'Wach auf' heißt der. Und dann habe ich den dahin geschickt - und nie wieder was gehört."
Tim Bendzko: "Wollte immer Sänger werden"
Eine erneute Bewerbung für den Fernseh-Musikwettbewerb im nächsten Jahr sei aktuell nicht geplant. "Also sollte ich noch mal davon träumen, dann kann das tatsächlich passieren, aber es ist jetzt nicht mein größter Lebenstraum, am ESC teilzunehmen", erklärte Bendzko.
Im weiteren Gespräch verriet der Musiker dann noch, dass er beinahe Profi-Fußballer geworden wäre und erst später zur Musik gefunden hatte: "Du hast in der Jugend bei Union Berlin gespielt, wie groß war denn dein Talent?", fragte Knop. Tatsächlich habe er einen großen Teil seiner Kindheit auf dem Fußballplatz verbracht, antwortete der gebürtige Berliner.
"Ich glaube, ich hatte auch mal so ein halbes Jahr, in dem ich sehr gut war", sagte Bendzko. "Aber ich wollte ja immer Sänger werden." Tief in seinem Inneren habe er dabei immer gewusst, dass ihm irgendwann der Durchbruch gelingen werde, und seinem Trainer daher später gestanden, dass er die Fußballschuhe an den Nagel hängen wird.
Die komplette Folge "Riverboat" vom 27. März seht Ihr jederzeit auf Abruf in der MDR-Mediathek.