Leipzig - In diesem Jahr wird "Immer wieder sonntags" mit Stefan Mross (50) wohl das vorerst letzte Mal über die TV-Bildschirme flackern. Die bekannte Volksmusik-Sendung wird nach rund 30 Jahren abgesetzt. Wie es dem langjährigen Moderator damit geht, erklärte er Freitagabend im MDR "Riverboat".
"Es ist eine Situation, wo keiner mit gerechnet hat", fasste der 50-Jährige zusammen und fügte an: "Ich denke, das war eine der letzten Familiensendungen".
Für Mross war die Sendung eine wertvolle Plattform, auch für Nachwuchskünstler. "Für Schlager und volkstümliche Musik ist einfach ein Stück Heimat weggefallen. Es wird jetzt noch schwerer sich zu etablieren", sagte er.
Laut ihm waren in den vergangenen Jahren so viele Gäste bei "Immer wieder sonntags", die nicht bei anderen Sendungen zu sehen waren.
Trotzdem versucht er auch, die positiven Seiten zu sehen. Es sei keine Selbstverständlichkeit, dass er die Sendung seit 2005 moderieren durfte. "Ich war mit dieser Sendung verheiratet, länger wie mit meiner Frau", so Mross schmunzelnd.
Stefan Mross macht mit "Immer wieder Stefan" weiter
Besonders schön war für den Musiker und Moderator immer, wie viele Menschen die Sendung glücklich gemacht hat. Nach dem Tod seiner Mutter im vergangenen Sommer setzte er eine Show aus. Als er wenige Wochen später dann wieder auf der Bühne stand, hatte das Publikum im Rückenhalt gegeben.
Dreizehn Folgen von "immer wieder sonntags" wird das Erste in diesem Jahr noch ausstrahlen, dann ist am 13. September erst mal Schluss. Grund für die Absetzung seien laut dem Sender Sparmaßnahmen.
Mross versprach, dass sich die Show in den letzten Sendungen treu bleiben werde.
Im kommenden Jahr plant der 50-Jährige dann eine eigene Tour-Reihe. Mit "Immer wieder Stefan" will er Konzerte in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich geben.
Die ganze Ausgabe des MDR "Riverboat" vom 22. Mai mit weiteren spannenden Gästen, wie beispielsweise "Zwischen Tüll und Tränen"-Star Uwe Herrmann (63) könnt Ihr in der ARD Mediathek streamen.