"Rote Rosen" im Quotentief: Droht das Serien-Aus?

Hamburg/Lüneburg - Gute Nachrichten für Fans von "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe"! Beide ARD-Telenovelas werden fortgesetzt.

Bei "Rote Rosen" steckt die Beziehung zwischen Florian (Stefan Plepp, 53, links) und Anke (Anne Brendler, 49) in einer schweren Krise.
Bei "Rote Rosen" steckt die Beziehung zwischen Florian (Stefan Plepp, 53, links) und Anke (Anne Brendler, 49) in einer schweren Krise.  © ARD/Nicole Manthey

Am Freitag hat der NDR Rundfunkrat in Hamburg zugestimmt, dass die Produktionsverträge von "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe" verlängert werden. Es geht um jeweils 180 neue Folgen, teilte der NDR mit.

Ab Anfang des kommenden Jahres sollen die noch nicht gedrehten Episoden gesendet werden. Damit ist der Erhalt beider Serien bis Ende 2023 gesichert.

Ute Schwiegershausen, Vorsitzende des NDR Rundfunkrats sagte zur Entscheidung: "Die norddeutsche Telenovela 'Rote Rosen', die in Lüneburg spielt und gedreht wird, ist eine tragende Säule im Nachmittagsprogramm des Ersten und eine starke Marke der ARD Mediathek."

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Pro Folge gebe es durchschnittlich 1,159 Millionen Zuschauer. Insgesamt habe die Serie außerdem 117 Millionen Abrufe in der ARD Mediathek. Das stehe "für den überaus großen Erfolg".

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Einschaltquoten seit Jahren sinken. In der ab April 2017 ausgestrahlten 14. Staffel schalteten noch 1,57 Millionen Menschen täglich ein, seitdem sanken die Zahlen. In der aktuellen Staffel 19 sind es etwa 411.000 Zuschauer weniger pro Folge.

"Rote Rosen": Wie geht es nach 2023 weiter?

Erst vor wenigen Tagen gab es die 3500. Folge von "Rote Rosen". Die Darstellerinnen Lara-Isabelle Rentinck (35), Jelena Mitschke (44), Maria Fuchs (46) und Brigitte Antonius (89, v.l.n.r.) begingen das Jubiläum feierlich.
Erst vor wenigen Tagen gab es die 3500. Folge von "Rote Rosen". Die Darstellerinnen Lara-Isabelle Rentinck (35), Jelena Mitschke (44), Maria Fuchs (46) und Brigitte Antonius (89, v.l.n.r.) begingen das Jubiläum feierlich.  © ARD/Thorsten Jander

Dass zumindest die kurzfristige Zukunft der beiden beliebten Telenovelas gesichert ist, war bereits im Dezember bekannt geworden. ARD-Programmdirektorin Christine Strobl (50) bestätigte es dem Medienmagazin DWDL und sprach gleichzeitig von "einem großen Kraftakt".

Was das konkret bedeutet, erklärte sie nicht. Aber sie sagte: "Wir müssen angesichts unserer begrenzten Ressourcen überlegen, ob wir uns am Nachmittag noch ein fiktionales Angebot leisten können."

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen steht unter großem finanziellem Druck, allein der NDR verkündete 2020 für die kommenden vier Jahre ein 300 Millionen Euro schweres Sparprogramm. Ob "Rote Rosen" und "Sturm der Liebe" ab dem Jahr 2024 fortgesetzt werden, ist unter diesen Gesichtspunkten fraglich.

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Aber bis zur Entscheidung dürften mehrere Monate vergehen. Zeit, in denen die Macher durch Einschaltquoten und Mediathek-Abrufe überzeugen können.

"Rote Rosen" läuft immer montags bis freitags ab 14.10 Uhr im Ersten.

Titelfoto: ARD/Nicole Manthey

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