Serienmörder Niels Högel: Seine Verbrechen, Freunde und sein Vater

Oldenburg/Delmenhorst - Er sollte den Hilflosesten unter uns helfen, entschied sich aber für Mord. Krankenpfleger Niels Högel (44) soll mit 332 Mordverdachtsfällen, 87 nachgewiesenen Morden, drei Mordversuchen und einer Körperverletzung mit Todesfolge für die größte Mordserie seit dem 2. Weltkrieg verantwortlich sein.

Niels Högel (44). (Archivbild)
Niels Högel (44). (Archivbild)  © RTL

Eine grauenvolle Geschichte, die Jahre nach dem Prozess noch einmal im Auftrag von TVNOW aufgearbeitet wurde. Nichts für schwache Nerven.

Als Krankenpfleger tötete der heute 44-Jährige zwischen 1999 und 2005 in den Kliniken Oldenburg und Delmenhorst fast täglich. Unbemerkt.

Wie viele Opfer tatsächlich seinetwegen sterben mussten, ist nach wie vor unklar. Jetzt sprach der Sender nicht nur mit dem verurteilten Mörder, sondern auch mit seinem Vater, einem Freund und einem ehemaligen Kollegen über den kaum fassbaren Fall.

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Unter dem Titel "Der Todespfleger - die Morde des Niels Högel" erscheint die True-Crime-Doku-Reihe am 20. September auf TVNOW.

Beleuchtet wird in vier Folgen, wie es überhaupt zu einer solchen Vielzahl an Morden kommen konnte, wieso der heute 44-Jährige nicht früher gestoppt wurde, wer Niels Högel war und was ihn antrieb.

Letzteres beantwortete er in einem Interview persönlich. "Niels Högel erzählt aus seiner Sicht, warum er mit seinen Taten begann und weshalb er sich bei jeder Tat erneut bewusst für das Böse entschied", heißt es in der Programm-Ankündigung.

Anschließend analysiert der österreichische Psychiater und Gerichtsgutachter Reinhard Haller (69) die Aussagen des Killers und entlarvt seine Lügen, verspricht der Sender.

Dietrich Högel äußert sich zum ersten Mal zu seinem Killer-Sohn

Vater Högel sprach mit TVNOW nicht nur über die Kindheit des Schwerverbrechers, der sich wohl als Kind vor dem Alleinsein fürchtete und als Teenager zum Aufreißer mutierte.

Er verriet auch, wie sich ein Vater fühlt, dessen Sohn wegen Mordes in 332 Fällen verdächtigt wird. Zum ersten Mal überhaupt sprach er in der Öffentlichkeit über die grausamen Taten seines Sohnes.

TVNOW strahlt den Spielfilm über den Massenmörder "Das weiße Schweigen" im Doppelpack zur Dokumentation aus.

Titelfoto: RTL

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