Trotz starker Konkurrenz: Millionen sehen tragischen "SOKO Leipzig"-Abschied
Leipzig - Die neue "SOKO Leipzig"-Folge ist im Fernsehen gelaufen, sie hätte kaum emotionaler sein können, nachdem Jan Maybach (gespielt von Marco Girnth, 55) auf tragische Weise sein Leben verloren hat. Die Zuschauer wollten es sehen, schalteten trotz großer Konkurrenz zahlreich ein.
Rund 3,66 Millionen Menschen haben sich den letzten Auftritt des TV-Kommissars nicht entgehen lassen, "SOKO Leipzig" landete somit auf Platz 4 in den Einschaltquoten des Gesamtpublikums ab drei Jahren, wie DWDL.de zu entnehmen ist.
Nur die Olympia-Eröffnungsfeier im Ersten (5,23 Mio.), der 20.15-Uhr-Krimi "Die Chefin" im ZDF (4,66 Mio.) und das Dschungelcamp bei RTL (3,97 Mio.) schnitten besser ab. Die Mediathek-Streamer kommen noch hinzu.
Die meisten Krimi-Fans waren begeistert: "Gänsehaut pur" oder "Ich habe 45 Minuten geweint" - so lautet der allgemein wohlwollende Tenor zur am Freitagabend ausgestrahlten Folge "Abschied".
Kein Wunder, war der Serientod des beliebten TV-Kommissars zwar schon lange vorweg angekündigt gewesen. Dass man aber so mit den Emotionen der einzelnen Figuren konfrontiert wird, erwischte so manchen kalt.
Besonders ist in der Episode vor allem, dass sie aus den drei Perspektiven von Maybachs engsten Kollegen erzählt wird, die alle sehr unterschiedlich mit dem Schock und der Trauer umgehen.
Große Trauer in neuer "SOKO Leipzig"-Folge
Naturgemäß gibt es aber auch Kritik unter den Zuschauern. Manche äußern unter einem Facebook-Post der "SOKO Leipzig"-Seite ihren Unmut darüber, dass Laborant Lorenz Rettig (Daniel Steiner, 52) zu wenig Aufmerksamkeit bekomme.
Und das nicht ganz zu Unrecht: Denn der langjährige, etwas seltsame Kollege des Teams findet in Maybachs Abschiedsbrief, den Ina Zimmermann (Melanie Marschke, 56) bei dessen Beerdigung vorliest, keinerlei Erwähnung.
Zudem kämpft Rettig in den einzelnen Perspektiven ebenfalls mit seiner Trauer, weiß nicht, wohin mit sich. Die Kommissare können damit jedoch nur schwer umgehen, sind teilweise in ihrer eigenen Trauer pampig zu ihm.
Abseits davon gibt es jede Menge Lob für die Episode, wie man an den Quoten trotz starker Konkurrenz sehen kann. Zum Vergleich: Die SOKO lag in den vergangenen Wochen meist bei deutlich über 4 Millionen Zuschauern.
Nichtsdestotrotz sahen die meisten wohl eine gleichermaßen spannende wie emotionale Episode. Wer sie verpasst hat, findet Sie in der ZDF-Mediathek.
Titelfoto: ZDF/Uwe Frauendorf

