ZDF-Kritik: "Wiederholungen in Dauerschleife" - muss das sein?

Mainz - Muss es sein, dass so viele Wiederholungen beim öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen? Das will ein User wissen, das ZDF antwortet.

Diesmal kritisiert Andreas G. "Wiederholungen in Dauerschleife".
Diesmal kritisiert Andreas G. "Wiederholungen in Dauerschleife".  © Facebook/ZDF

Es gehe Andreas G. nicht um die Wiederholungen an sich. "Es geht um die Wiederholungen von Wiederholungen. Und das in Dauerschleife", wie er empfindet.

Als Beispiele führt er "die ganzen SOKOS, Traumschiffe etc." an. Und das falle ihm nicht nur im ZDF auf, sondern auch bei der ARD. "Die Liste der Filme, die schon lange nicht mehr gezeigt wurde, ist ellenlang", so Andreas.

Wie gewohnt antwortet das Social-Media-Team vom Zweiten dem Kritiker umfangreich.

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Das ZDF biete in all seinen Programmen rund um die Uhr "viel frisches Programm: Nachrichten, Magazine, Dokumentationen, Serien und Fernsehfilme".

"Das attestieren uns auch andere Medien wie z. B. DWDL, die uns vergangenes Jahr auf Platz 1 ihres 'Frische-Index' gesetzt haben", so der Sender stolz.

Zu viele Wiederholungen im ZDF?

Mit dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 18,36 Euro pro Haushalt werden auch Rechte für wiederholte Ausstrahlungen von Fremdproduktionen im ZDF bezahlt.
Mit dem Rundfunkbeitrag in Höhe von 18,36 Euro pro Haushalt werden auch Rechte für wiederholte Ausstrahlungen von Fremdproduktionen im ZDF bezahlt.  © GEZ

Es sei weder finanzierbar noch sinnvoll, "immer nur Erstausstrahlungen zu zeigen".

Zuschauer, "die eine Premiere nicht gesehen haben", erlebten eine Wiederholung "wie eine Erstsendung".

Gerade zur Primetime "wollen nicht alle Zuschauer Retro-Filme oder -Serien sehen. Zudem kostet bei alten Filmen eine Neuausstrahlung immer Geld, auch wenn sie von uns produziert wurden."

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Es sei im Sender eben keine "Schublade", in der alles liege, was er mal gezeigt habe, "und aus der man die Sachen einfach herausholen kann".

Das ZDF verweist auf die Kosten zu Fremdproduktionen - "da müssen die Rechte für eine weitere Ausstrahlung immer wieder neu gekauft werden". Ob Andreas diese Antwort genügt?

Das ZDF muss sich regelmäßig mit Kritik der User auseinandersetzen. Mal geht es um Markus Lanz (53), der in seiner Sendung niemanden aussprechen lasse, mal scheinen die Gebühren (früher "GEZ", derzeit 18,36 Euro pro Haushalt, ausgenommen sozial-schwache Bürger) zu hoch "für angeblich zu viele Sportsendungen". Jüngst war die "Senderflut" bei den Öffentlich-Rechtlichen Thema.

Titelfoto: Facebook/ZDF

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