Messerangreifer vom Würzburger Hauptbahnhof tot in Zelle entdeckt

Von Angelika Resenhoeft

Würzburg - Eine Woche nach dem Messerangriff auf drei Männer am Würzburger Hauptbahnhof ist der mutmaßliche Täter am Montagmorgen tot in der Untersuchungshaft entdeckt worden.

Der 35-Jährige hatte am 23. Februar im Würzburger Hauptbahnhof drei Männer an einem Stand der Zeugen Jehovas angegriffen.  © Michaela Johanssen/dpa

"Es deutet alles auf Suizid hin", sagte eine Sprecherin der Polizei.

Der 35-Jährige hatte nach bisherigen Erkenntnissen am 23. Februar morgens die Opfer an einem Stand der Zeugen Jehovas unvermittelt angegriffen. Die Gründe dafür sind bisher nicht bekannt.

Ob der Flüchtling psychisch krank war, wussten die Ermittler bisher nicht.

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Die Opfer im Alter von 51, 55 und 68 Jahren waren in dem Gerangel leicht verletzt worden.

Passanten, darunter ein Polizist in Zivil, hatten den Angreifer überwältigt. Er wurde festgenommen und saß seither in Untersuchungshaft. Die Polizei ermittelte wegen versuchten Mordes und versuchter gefährlicher Körperverletzung.

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Am Morgen hatten Polizisten am Hauptbahnhof noch Flyer an Passanten verteilt mit der Aufforderung, sich zu melden, falls man in der Vorwoche etwas von der Attacke beobachtet hat.

Die Zeugen Jehovas sind eine christliche Gemeinschaft mit eigener Bibel-Auslegung.

Solltet Ihr selbst von Selbsttötungsgedanken betroffen sein, findet Ihr bei der Telefonseelsorge rund um die Uhr Ansprechpartner, natürlich auch anonym. Telefonseelsorge: 08001110111 oder 08001110222 oder 08001110116123.

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