Erlangen - Nach dem tragischen Tod eines sieben Jahre alten Kindes im Rahmen eines angesetzten Fußballspiels in Erlangen hat die Polizei die Ermittlungen nach der Unfallursache aufgenommen.
Am Samstagnachmittag gegen 14 Uhr fiel bei dem Vorfall ein Tor um, traf den Jungen und verletzte ihn tödlich.
Nun soll herausgefunden werden, was zu dem Unglück geführt hat.
"Der Kriminaldauerdienst hat die ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen übernommen und seitens der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter beauftragt, der die Beamten bei der Klärung des genauen Unfallhergangs unterstützen soll", so Kai Schmidt, Pressesprecher beim Polizeipräsidium Mittelfranken.
Derzeit gibt es weder gesicherte Informationen, ob das Gehäuse unsicher stand, noch ob darauf geklettert wurde oder welche weiteren möglichen Faktoren zu dem Kippen beigetragen haben.
Auch, ob das Kind als Spieler oder Zuschauer auf dem Vereinsgelände war, muss noch geklärt werden. Fest steht zumindest, dass das Konstrukt nicht im Boden verankert war.
"Es war ein mobiles Tor, das umgestürzt ist. Aber wie es eben genau zu dem Unfallhergang gekommen ist, das ist Gegenstand der Ermittlungen."
Fußballverband streicht alle Partien im Umfeld vom Sonntags-Spielplan
Aktuell rechnen die Beamten damit, dass man Anfang der kommenden Woche genaue Informationen mitteilen könne. Unter anderem werden derzeit noch Zeugen befragt.
Der Vorfall passierte kurz vor einem Landesliga-Spiel zwischen dem FSV Erlangen-Bruck und der SVG Steinachgrund auf einem der hinteren Nebenplätze.
Der kleine Junge wurde so schwer verletzt, dass er trotz aller Versuche der Klinik-Ärzte verstarb. Das angesetzte F-Jugend-Spiel wurde abgesagt, nachdem sich herumgesprochen hatte, was passiert war.
Auch alle weiteren für den Sonntag geplanten Spiele der Junioren auf Kreisebene im Fußballkreis Erlangen/Pegnitzgrund sind nun gestrichen.
Der Bayerische Fußballverband (BFV) zeigte sich "tief erschüttert und fassungslos" und teilte in einem Schreiben mit: "Die Fußball-Familie ist in Gedanken bei all denen, die begreifen müssen, was es in dieser Stunde einfach nicht zu begreifen gibt." Auf dem Vereinsgelände gab es am Sonntag einen kurzen Trauerakt.