Rosenheim - Ein Verkehrsunfall mit überraschender Wendung passierte am Dienstagnachmittag im oberbayerischen Rosenheim. Ein Radfahrer, der von einem Auto angefahren und verletzt wurde, landete am Ende im Gefängnis – dank "Kommissar Zufall".
Laut Angaben der Ermittler ereignete sich der Vorfall gegen 14 Uhr in der Frühlingstraße. In diese wollte der Radler gerade von der Steinbökstraße aus einbiegen.
Auf der Frühlingstraße – die in diesem Fall vorfahrtsberechtigt war – fuhr zeitgleich ein 29-jähriger Autofahrer aus Rosenheim entlang.
Weil der Radfahrer diese Vorfahrt jedoch nicht beachtete, kam es zum Unfall. Dabei wurde er von dem Auto erfasst und über die Motorhaube auf die Straße geschleudert.
Der 45-Jährige erlitt dabei Prellungen und Schürfwunden, die vom alarmierten Rettungsdienst ambulant behandelt wurden. Die Polizisten stellten während der Unfallaufnahme allerdings fest, dass gegen den Mann ein Haftbefehl wegen Diebstahls vorliegt.
"Plötzlich kam an der Unfallstelle auch eine 55-jährige Autofahrerin wohl mehr zufällig vorbei. Sie hielt sofort an und sprach die Beamten an, dass das Fahrrad vor ein paar Minuten ihrem Sohn gestohlen wurde", berichtet die Polizeiinspektion Rosenheim weiter.
"Aufgrund des bestehenden Haftbefehls, wurde er in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Das anhängige Bußgeldverfahren wegen Vorfahrtsmissachtung ist dabei wohl das geringste Problem für den 45-Jährigen."