Berlin - Wer sich in der Berliner U-Bahn unsicher fühlt, soll künftig schneller Hilfe finden. Die BVG startet jetzt ein neues Pilotprojekt mit auffälligen pinken Sicherheitszonen rund um ihre Notrufsäulen.
Unter dem Titel "Pink*Zone" sollen auffällige Markierungen dafür sorgen, dass Fahrgäste die Notruf- und Informationssäulen auf den ersten Blick erkennen, wie es in einer Mitteilung heißt.
PINK steht dabei für "Punkt für Information, Notruf und Kontakt", das Sternchen soll deutlich machen, dass das Angebot für alle da ist. Wer sich bedroht fühlt oder Hilfe benötigt, kann per Knopfdruck jederzeit die Sicherheitsleitstelle der BVG erreichen. Die Mitarbeitenden sehen die Situation per Videoübertragung, können sie sofort einschätzen und bei Bedarf Unterstützung schicken oder Videodaten sichern.
Den Anfang machten am Dienstag die U-Bahnhöfe Alexanderplatz, Kurfürstenstraße und Britz-Süd. In den kommenden Tagen folgen außerdem Walther-Schreiber-Platz und Osloer Straße.
An den Stationen setzt die BVG bewusst auf unterschiedliche Farben und Gestaltungskonzepte, um herauszufinden, welche Variante von Fahrgästen am besten wahrgenommen wird. Auch die Barrierefreiheit spielte bei der Entwicklung eine wichtige Rolle.
BVG zieht erste Sicherheitsbilanz
BVG-Chef Henrik Falk (56) erklärt: "Sicherheit bedeutet nicht nur Technik und Personal, sondern auch Orientierung. Es muss auf einen Blick erkennbar sein, wo Unterstützung erreichbar ist. Mit unserem Pilotprojekt rücken wir die Notruf- und Informationssäulen stärker in den Fokus, damit jeder sofort erkennt: Hier gibt es Hilfe."
Nach Angaben des Unternehmens war die Zahl der Straftaten 2025 so niedrig wie seit mehr als zehn Jahren nicht mehr. Auch im ersten Halbjahr 2026 setzte sich dieser Trend fort: Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sank die Zahl der registrierten Straftaten laut BVG um rund 16 Prozent.
Wie die neuen "Pink*Zones" bei den Fahrgästen ankommen, soll ein QR-Code vor Ort zeigen. Darüber können Berliner ihre Erfahrungen direkt an die BVG weitergeben.
Die Rückmeldungen fließen anschließend in die Auswertung des Pilotprojekts ein.