Berlin - Die Sanierung des nördlichen U6-Abschnitts dauert länger als geplant. Nun haben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) das Eröffnungsdatum mitgeteilt.
Nach mehreren Verzögerungen soll die Linie im August 2027 wieder zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel fahren, wie es am Donnerstag in einer Mitteilung hieß.
Was zunächst als gezielte Instandsetzung einzelner Bauwerke geplant gewesen sei, habe sich im Laufe der Arbeiten zu einer Komplettsanierung entwickelt, so die BVG weiter. Erst im Laufe der Arbeiten wurde demnach der tatsächliche Zustand der rund 70 Jahre alten Infrastruktur sichtbar.
Das Berliner Verkehrsunternehmen entschied sich daraufhin, alle zusätzlich erkennbaren Schäden im Zuge der laufenden Baumaßnahme mitzubeheben, um die U6 langfristig auf eine stabile und leistungsfähige Infrastruktur zu stellen.
Auch der strenge Winter Anfang 2026 wirkte sich laut Mitteilung auf den Bauablauf aus. Eine witterungsbedingte Unterbrechung von mehreren Wochen konnte nicht ohne Weiteres nachgeholt werden. Bei einer komplexen Baumaßnahme wie dieser müssen die Abläufe zahlreicher Gewerke ineinandergreifen - viele Arbeitsschritte können erst beginnen, wenn andere abgeschlossen sind.
Seit November 2022 ist der nördliche Abschnitt der U6 zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel gesperrt. Die eigentlichen Bauarbeiten befinden sich inzwischen auf der Zielgeraden. Ein Großteil der Strecke wurde bereits neu aufgebaut, auch die Arbeiten an den Bahnhöfen sind weitestgehend abgeschlossen.
Instandsetzung der U6 auf der Zielgeraden
In den kommenden Monaten werden nun Strom- und Signalkabel verlegt, die Leit- und Sicherungstechnik aufgebaut und die letzten Gleise verbaut.
Anschließend folgen diverse Testfahrten, bevor die Züge der U6 zum Start des neuen Schuljahres 2027 wieder auf der runderneuerten Trasse fahren sollen.
Seit November 2022 ist der nördliche Abschnitt der U6 zwischen Kurt-Schumacher-Platz und Alt-Tegel gesperrt. Ursprünglich war die Wiedereröffnung bereits für Frühjahr 2025 geplant, später wurde Ende 2026 als Ziel genannt.
Zwischenzeitlich gab es sogar Zweifel, ob die Strecke überhaupt noch 2026 fertig werden würde. Während der Sperrung richtet die BVG einen barrierefreien Ersatzverkehr mit Bussen in dichter Taktfolge ein.