Mann verzockt viel Kohle an Spielautomat, dann greift er zum Dönermesser
Berlin - Ein offenbar notorischer Spieler hat in der Nacht zu Samstag zwei Mitarbeiter in einem Dönerimbiss in Berlin-Schöneberg angegriffen.
Nach Angaben der Polizei soll der Mann seit etwa 13 Uhr am Freitag an einem Spielautomaten in dem Imbiss in der Fritz-Reuter-Straße gespielt und dabei eine größere Geldsumme verloren haben.
Als zwei Mitarbeiter im Alter von 21 und 23 Jahren den Laden gegen 3.10 Uhr, also rund 14 (!) Stunden später, schließen wollten, habe der Unbekannte die Erstattung seines Verlustes gefordert.
Als die Angestellten dies verweigerten, soll der Spieler aggressiv geworden sein und habe die beiden mit einer Gabel bedroht. Anschließend sei er hinter den Tresen gegangen und habe sich einen größeren Betrag aus der Kasse gegriffen.
In der Folge sei es den beiden Männer gelungen, den Angreifer in die Küche zu drängen, der dort mit Bierflaschen nach ihnen geworfen, sie aber verfehlt habe.
Allerdings konnte der Tatverdächtige in der Küche in den Besitz von zwei Dönermessern gelangen und verletzte mit einem davon den 23-Jährigen an der Hand und am Oberarm, wie die Polizei weiter mitteilte.
Der Mitarbeiter musste später im Krankenhaus behandelt werden. Der zweite Angestellte sei bei dem Gerangel gestürzt und habe sich leicht am rechten Bein und einem Arm verletzt.
Dem Angreifer soll dann schließlich die Flucht mit dem gestohlenen Geld und den beiden Dönermessern in Richtung S-Bahnhof Schöneberg gelungen sein. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
