Mit Messer, Machete und Reizgas: Blutige Massenschlägerei im Wedding
Berlin - Bei einer blutigen Auseinandersetzung in Berlin-Wedding sind in der Nacht zu Montag drei Männer verletzt worden.
Die drei 21-Jährigen klagten über Reizungen der Augen, die nach ersten Einschätzungen durch Reizstoff verursacht wurden, wie die Polizei mitteilte.
Demnach wurde einem der Verletzten zudem mehrfach in den Arm gestochen. Er wurde vom Rettungsdienst versorgt.
Nach ersten Erkenntnissen sollen rund 20 Personen an der Schlägerei auf einem Parkplatz in der Genter Straße beteiligt gewesen sein, die der Behörde gegen 1 Uhr gemeldet wurde.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte versuchten fünf Beteiligte die Flucht zu ergreifen. Die Beamten nahmen einen 20-Jährigen vorläufig fest, wie es weiter hieß. Die übrigen Verdächtigen konnten entkommen.
Im Bereich der angrenzenden Luxemburger Straße stellte eine Hundertschaft nach Polizeiangaben mehrere Gegenstände sicher, darunter Messer und eine Machete.
Junger Mann erst kürzlich bei Streit im Wedding erstochen
Der Festgenommene wurde nach den obligatorischen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Ob es sich bei ihm um einen der Täter handelt, war zunächst unklar.
Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Massenprügelei und zum Tathergang dauern an.
Erst am vergangenen Donnerstag wurde bei einem Streit in dem Berliner Stadtteil ein junger Mann durch ein Messer tödlich verwundet.
Die Polizei habe daraufhin einen Tatverdächtigen festgenommen. Die Ermittlungen zum genauen Tathergang und zu den Hintergründen dauerten auch hier noch an.
Erstmeldung von 10.53 Uhr, aktualisiert um 11.29 Uhr.
Titelfoto: Jörg Carstensen/dpa

