Nach Einbruch bei Füchsen Berlin: Diebe gefasst, aber wo ist die Meisterschale?

Berlin - Aufatmen bei den Füchsen Berlin? Nach dem Einbruch in die Geschäftsstelle im vergangenen November sind die Diebe der Meisterschale offenbar gefasst.

Die Ermittler haben zahlreiche Beweisstücke sichergestellt. (Symbolfoto)  © Christoph Soeder/dpa

Bereits am Dienstag nahmen Ermittler in diesem Zusammenhang zwei mutmaßliche Täter im Alter von 41 und 62 Jahren fest, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilten.

Der Verbleib der wertvollen Trophäe für den Sieg, den die Berliner im vergangenen Juni in der Handball-Bundesliga errungen hatten, bleibt jedoch weiter ungeklärt. Höchstwahrscheinlich wurde das gute Stück von den Ganoven eingeschmolzen!

Bei den andauernden Durchsuchungen in den Bezirken Marzahn-Hellersdorf, Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg sowie in Brandenburg sind nach Angaben der Behörde jedenfalls ein Schmelzofen sowie ein eingeschmolzener Sterling-Silberbarren sichergestellt worden.

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Zudem beschlagnahmten die Einsatzkräfte unter anderem Gold im Wert eines niedrigen sechsstelligen Euro-Betrags sowie 15.000 Euro Bargeld. Auch in Mecklenburg-Vorpommern laufen weiterhin Ermittlungen, die in Verbindung mit den Tatverdächtigen stehen sollen.

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Meisterschale wohl eingeschmolzen: Muss jetzt eine neue her?

Da war die Welt für die Füchse Berlin noch in Ordnung: Mit der Meisterschale in der Hand feiert die Mannschaft den Sieg in der Handball-Bundesliga.  © Uli Deck/dpa

Der Festnahme gingen intensive Ermittlungen voraus. Das sichergestellte Beweismaterial deute zudem auf weitere Einbrüche hin, die die beiden Männer begangen haben sollen.

Der 62-Jährige wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vorläufig wieder auf freien Fuß gesetzt. Sein 41 Jahre alter Kompagnon sitzt mittlerweile in der Justizvollzugsanstalt Moabit in Untersuchungshaft, da er bereits durch mehrere Einbruchsdiebstähle auffällig geworden sei.

Das würde auch zur Einschätzung von Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning (57) passen, der bei den Tätern von Profis ausging, die vermutlich einen Generalschlüssel benutzten.

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Für den Fall, dass die Schale nicht wieder auftauchen sollte, hatte Liga-Chef Frank Bohmann (61) bereits Ersatz angekündigt: "Wenn die Schale nicht gefunden werden sollte, werden wir schon dafür Sorge tragen, dass es am Ende dieser Saison eine neue Meisterschale geben wird", sagte er im November gegenüber "handball-world".

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