Nicht nur im Ring fliegen die Fäuste: Streit nach Boxkampf eskaliert
Berlin - Bei einem Boxkampf in Berlin-Pankow sind am Samstagnachmittag die Fäuste geflogen - allerdings nicht nur im Ring.
Denn nach dem Fight kam es im Sportkomplex Paul-Heyse gegen 15.30 Uhr im Publikum zu einem Streit zwischen gegnerischen Anhängern der Boxer, der sich schnell zu einem weiteren Faustkampf ausweitete, wie die Polizei mitteilte.
Bei der Auseinandersetzung im Ortsteil Prenzlauer Berg wurden nach Angaben der Behörde insgesamt neun Personen im Alter von 11 bis 58 Jahren leicht verletzt, darunter sechs Erwachsene, ein Jugendlicher und zwei Kinder. Sie klagten demnach über Reizungen der Augen.
Sieben Verletzte wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt und mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere sollen eine medizinische Versorgung abgelehnt haben.
Zeugenaussagen zufolge, sollen mehrere Familienangehörige des unterlegenen Boxers nach Beendigung des Kampfes in den Ring gestürmt sein.
Nach ersten Erkenntnissen sei während der wüsten Prügelei auch mit Mobiliar geworfen und Reizstoff versprüht worden, was bei den Betroffenen zu den Augenreizungen führte.
Waren Angehörige von Berliner Clans in die wilde Prügelei verwickelt?
Im Anschluss flüchteten die tatverdächtigen Angehörigen mit mehreren Autos vom Ort des Geschehens, teilte ein Polizeisprecher weiter mit.
Die Feuerwehr war mit insgesamt 28 Einsatzkräften in der Paul-Heyse-Straße vor Ort, während die Polizei mit 40 Beamten aufmarschierte.
Unbestätigten Informationen vom Einsatzort zufolge sollen in den Vorfall Mitglieder zweier Berliner Clans verwickelt gewesen sein, was auch die relativ hohe Anzahl an Polizisten erklären würde.
Vor Ort wurden mehrere Strafanzeigen aufgenommen. Zu den genauen Hintergründen des Vorfalls konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen. Die weiteren Ermittlungen dauern an.
Titelfoto: Thomas Peise

