Weniger Messerangriffe in Berlin: Dennoch sind Zahlen alarmierend

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Von Marion van der Kraats

Berlin - Die Zahl der Messerangriffe in Berlin ist nach Daten der Polizei im ersten Quartal des Jahres zurückgegangen. Ein Grund zur Beruhigung ist die Statistik trotzdem nicht.

Auf die Messergewalt in der Hauptstadt reagierten Politik und Polizei unter anderem mit Messerverbotszonen. (Symbolbild)
Auf die Messergewalt in der Hauptstadt reagierten Politik und Polizei unter anderem mit Messerverbotszonen. (Symbolbild)  © Paul Zinken/dpa

Insgesamt wurden in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März 611 solcher Taten erfasst, wie die Polizei auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sei dies ein Rückgang um etwa 27 Prozent (1. Quartal 2025: 839 Fälle), hieß es.

Verletzt wurden dabei nach der Polizei-Statistik in den ersten drei Monaten des Jahres 211 Menschen. Ein Mensch starb, 36 wurden schwer verletzt. Mit leichten Verletzungen kamen nach den Daten 174 Geschädigte davon.

Auch diese Zahlen liegen laut Polizei unter denen des Vorjahreszeitraums. Im ersten Quartal 2025 wurden 246 Menschen verletzt, 37 von ihnen schwer. Drei Angegriffene starben.

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Eine Polizeisprecherin wies darauf hin, dass sich auch im laufenden Jahr die Zahlen noch erhöhen können - wegen einer späteren Erfassung von Fällen in der Statistik. Unter dem Stichwort "Messerangriff" werden Taten erfasst, in denen ein Messer eingesetzt oder damit gedroht wurde.

Allein in der zurückliegenden Woche gab es laut Polizei mehrere solcher Fälle. So wurde nach den Angaben ein Mann in Moabit in der Nacht zum Mittwoch lebensgefährlich durch eine Messerattacke verletzt, als er einen Streit in einer Bar schlichten wollte.

Gewerkschaft der Polizei ist alarmiert

Rund eine Stunde zuvor wurde in Neukölln ein 31-Jähriger mit Schnitt- und Stichverletzungen auf einem Bürgersteig gefunden. Der Hintergrund war zunächst unklar. In der Nacht zuvor trug ein 49-Jähriger bei einem Streit Friedrichshain Schnitt- und Stichwunden am Oberschenkel davon.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bezeichnete es als "alarmierendes Signal", dass innerhalb kürzester Zeit mehrere Menschen schwer verletzt wurden.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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