Berlin - Bei einem Brand in einem Obdachlosenwohnheim in Berlin-Lichterfelde sind am Donnerstagnachmittag 16 Menschen verletzt worden.
Nachdem insgesamt 28 Personen vom Rettungsdienst gesichtet worden waren, wurden 16 als verletzt eingestuft. Sieben von ihnen mussten mit Rauchgasvergiftungen in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden, wie die Feuerwehr mitteilte.
Während der Löscharbeiten erlitt zudem eine Einsatzkraft einen leichten Schwächeanfall, musste nach einer Behandlung vor Ort jedoch nicht in eine Klinik.
Die Brandbekämpfer wurden gegen 15.33 Uhr in den Reichensteiner Weg gerufen. Hier brannte demnach eine Wohnung im zweiten Obergeschoss der Obdachlosenunterkunft.
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatten sich zahlreiche Bewohner schon selbst ins Freie gerettet. Dennoch mussten die Einsatzkräfte eine umfangreiche Personensuche durchführen.
Feuerwehr muss bettlägerige Menschen aus Gebäude retten
Dabei wurden sieben weitere Personen in dem Gebäude entdeckt und in Sicherheit gebracht – zwei sollen bettlägerig gewesen sein.
Nach Angaben der Behörde gestalteten sich die Löschmaßnahmen schwierig, sodass ein Übergreifen der Flammen auf das Dachgeschoss nicht verhindert werden konnte.
Die Feuerwehr war in der Spitze mit insgesamt 115 Einsatzkräften vor Ort. Auch zwei Drehleitern waren an den Löscharbeiten beteiligt.
Zur Ursache des Feuers lagen zunächst keine näheren Informationen vor. Ein Brandkommissariat der Polizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.