14.000 Haushalte wieder mit Strom versorgt: Zehntausende frieren weiter im Dunkeln
Von Fabian Nitschmann, Stefan Kruse
Berlin - Einen Tag nach dem großen Stromausfall im Südwesten Berlins sind rund 14.000 Haushalte und 500 Gewerbekunden wieder an das Netz angeschlossen.
Das teilte der Betreiber Stromnetz Berlin am Abend mit. Damit sind nun noch 31.000 Haushalte und 1700 Gewerbebetriebe in den Stadtteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde ohne Strom.
Nach Angaben des landeseigenen Unternehmens müssen sich diese im schlimmsten Fall bis Donnerstagnachmittag gedulden.
Bis dahin sollen alle Betroffenen wieder Strom bekommen.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) stuft den folgenreichen Anschlag auf die Stromversorgung der Hauptstadt als Terrorismus ein. "Das ist nicht nur eine Brandstiftung oder Sabotage. Das ist schon Terrorismus", sagte der CDU-Politiker in der "Abendschau" des RBB-Fernsehens.
"Es war eine linksextremistische Gruppe, die einmal mehr unsere Infrastruktur angegriffen hat und damit auch das Leben von Menschen bedroht hat, von älteren Menschen, die vielleicht Beatmungsgeräte brauchen, von Familien mit kleinen Kindern", so Wegner. "Und wir müssen diese Täter jetzt schnappen."
Der Stromausfall begann am frühen Samstagmorgen und betraf 45.000 Haushalte sowie 2.200 Unternehmen. Ausgelöst wurde er durch einen Brandanschlag an einer Kabelbrücke am Teltowkanal, zu dem sich eine linksextremistische Gruppierung bekannte.
Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
