Infizierter Ebola-Arzt in Berlin: So geht es dem Patienten inzwischen

Von Sarah Knorr, Christiane Oelrich und Christina Peters

Berlin - Rund eine Woche nach der Aufnahme an der Berliner Charité hat sich der Gesundheitszustand des US-amerikanischen Ebola-Patienten verbessert.

Ein Konvoi aus Polizei- und Rettungswagen hatte den Patienten in der vergangenen Woche in die Charité begleitet.  © Sven Kaeuler/dpa

Dem Mann gehe es den Verhältnissen entsprechend gut, sagte Leif Erik Sander, Direktor der Klinik für Infektiologie und Intensivmedizin der Charité, bei einem Pressetermin.

Auch die Viruskonzentration sei über die Woche schnell abgefallen. "Der Patient ist also relativ stabil und wir hoffen wirklich, dass sich die Situation weiter stabilisiert." Indes stieg in Afrika die Zahl der Ebola-Verdachtsfälle.

Anfangs sei der Mann sehr geschwächt gewesen und habe typische Symptome einer Ebola-Virus-Infektion gezeigt. Zudem habe er eine hohe Viruslast gehabt.

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Weiter sagte der Infektiologe: "Wir sind anhand des Verlaufs sehr optimistisch, dass der Patient sich vollständig erholen kann und dann auch die Virusinfektion besiegt ist". Der Mann wird auf der Sonderisolierstation der Charité behandelt.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (47, CDU) informierte sich bei einem Besuch an dem Universitätsklinikum über den Zustand des US-Amerikaners. Sie betonte die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit. "Kein Land kann alleine solche Ausbrüche bekämpfen, kontrollieren, sie früh erkennen", sagte die Gesundheitsministerin.

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Hilfeersuchen der US-Behörden

Der Patient befindet sich seit vergangener Woche in der Berliner Charité.  © Lilli Förter/dpa

Der US-amerikanische Arzt war vergangene Woche in der Berliner Charité aufgenommen worden. Seine Ehefrau und Kinder trafen eine Nacht später dort ein.

Hintergrund war ein entsprechendes Hilfeersuchen der US-Behörden. Nach Angaben der Universitätsklinik wurden bei dem Patienten das Bundibugyo-Virus, eine Art des Ebola-Virus, mit einem PCR-Test eindeutig nachgewiesen.

Die Frau und Kinder des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft werden, sind Sander zufolge aktuell symptomfrei und befinden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne.

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Für die Frau und die Kinder gilt eine Quarantäneanordnung von 21 Tagen Quarantäne seit dem letzten Kontakt. "Und im Falle des Patienten wird in der Regel gefordert, dass mindestens 72 Stunden Symptomfreiheit besteht und dass zwei konsekutive Tests im Abstand von 48 Stunden virus-negativ sind", erläuterte der Infektiologe.

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