Jetzt also doch: Berlin könnte Tempelhofer Feld am Rand bebauen

Von Stefan Kruse, Andreas Heimann und Caroline Bock

Berlin - Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) lässt die Finanzierbarkeit eines neuen Vorschlags zur Bebauung von einem Drittel des Tempelhofer Feldes prüfen.

Im Zentrum des Tempelhofer Feldes muss eine 200 Hektar große Wiesenfläche erhalten bleiben.  © Sebastian Gollnow/dpa

"Auf dem Tempelhofer Feld könnten durch eine Randbebauung über 20.000 Wohnungen entstehen – ein Zuhause für mehr als 50.000 Berlinerinnen und Berliner", sagte Wegner. "Das ist ein neuer, großartiger Vorschlag aus der Zivilgesellschaft."

Der Regierende Bürgermeister sagte, gleichzeitig blieben die im Tempelhof-Gesetz vorgesehenen 200 Hektar Wiesenfläche erhalten. "Für die Randbebauung gibt es eine breite Zustimmung in der Bevölkerung.

Das Land Berlin könnte dieses Projekt selbst entwickeln. Der Finanzsenator wird nun die Finanzierbarkeit prüfen." Die "Berliner Morgenpost" hatte zuvor darüber berichtet.

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Am Mittwoch hatte eine Architektengruppe einen Projektentwurf für den Bau von rund 21.000 Wohnungen auf einem Drittel des Tempelhofer Feldes vorgestellt.

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Eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Berlin ergab, dass eine Mehrheit von 59 Prozent eine "maßvolle Bebauung am Rand des Tempelhofer Feldes zur Schaffung von zusätzlichem Wohnraum" befürwortet. Ein Volksentscheid 2014 hatte ergeben, dass der ehemalige Flughafen nicht bebaut werden darf.

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