Rolle rückwärts bei "Kaffeewette": Wegner gibt jetzt doch grünes Licht

Von Andreas Rabenstein

Berlin - Der Streit um eine "Kaffeewette" von Berliner Bezirken zur Unterstützung von Obdachlosen ist beendet.

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) ist im Streit um die Kaffeewette zurückgerudert.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) ist im Streit um die Kaffeewette zurückgerudert.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) gab grünes Licht für die Fortsetzung der seit etwa sieben Jahren laufenden Aktion. Er wünschte den Bezirken für die kommenden Tage "viel Erfolg mit Ihrer Kaffeewette", wie aus einer Mail hervorgeht, die der dpa vorliegt.

Die Aktion war 2019 in Berlin-Neukölln ins Leben gerufen worden: Bürger wurden dazu aufgerufen, Kaffeepackungen zur Unterstützung lokaler Kältehilfeeinrichtungen zu spenden. Jeder Bezirk, der es schaffte, mindestens 500 solcher Packungen zu sammeln, erhielt von einem Einzelhändler und mehreren Partnern zusätzlich 2500 Euro für die Kältehilfe im jeweiligen Bezirk.

In diesem Jahr war die Wette vom 19. Januar bis 5. Februar geplant. Mehrere Bezirke teilten dann aber mit, die Senatskanzlei des Regierenden Bürgermeisters habe das untersagt, weil der Verdacht auf Käuflichkeit oder Bestechlichkeit bestünde.

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Die Senatssprecherin betonte hingegen: "Der Regierende Bürgermeister findet diesen Ansatz ausdrücklich gut." In seiner Mail an die Bezirke erklärte Wegner, die zuständige Senatsverwaltung für Finanzen habe festgestellt, eine Genehmigung sei nicht ausgeschlossen.

Die "Kaffeewette" erwecke weder den Eindruck der Befangenheit oder Käuflichkeit, noch gefährde sie das Ansehen des öffentlichen Dienstes.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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