Schon wieder Sabotage am Görlitzer Park: Tor in Frust-Zaun beschädigt
Berlin - Der Görlitzer Park soll erstmals am Sonntag über Nacht seine Pforten schließen. Im Vorfeld haben sich Unbekannte wieder einmal an einem der Tore zu schaffen gemacht.
Am Samstagmorgen stellten Beamte des Abschnitts 53 gegen 7 Uhr auf Höhe der Glogauer Straße ein beschädigtes Schwenktor fest, wie die Polizei mitteilte.
Demnach haben die Täter den unteren Halterungsbolzen des Tores mit einem Werkzeug durchtrennt.
Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen in dem Fall von Sachbeschädigung aufgenommen.
Es ist nicht der erste Akt von Vandalismus an dem umstrittenen Zaun rund um die Grünanlage in Berlin-Kreuzberg.
Anfang November 2025 verschwand eine komplette Drehtür aus dem Frust-Zaun. Tage später tauchte das 220 Kilogramm schwere Drehkreuz wieder auf, war zwischenzeitlich offenbar im angrenzenden Landwehrkanal versenkt worden.
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU) hatte die neue Umzäunung und nächtliche Schließung zur Chefsache erklärt. Mit der Maßnahme soll die Kriminalität im Park bekämpft werden. Zaun-Gegner weisen hingegen auf eine drohende Verlagerung in die benachbarten Wohngebiete hin.
Die Gewerkschaft der Polizei befürchtete weitere Konflikte und zusätzliche Arbeit für die Polizeibeamten, damit die Schließzeit zwischen 22 und 6 Uhr eingehalten wird, obwohl ein privater Wachdienst im Einsatz ist.
Titelfoto: Britta Pedersen/dpa
