Nach Stromausfall in Berlin: Erste Hotelkosten für 700 Betroffene gezahlt

Von Stefan Kruse

Berlin - In der Zeit ohne Strom flüchteten Tausende Berliner in Hotels, der Senat übernimmt diese Kosten. So läuft es mit der Auszahlung.

Nach dem Brand einer Kabelbrücke im Januar waren Tausende Haushalte ohne Strom. (Archivfoto)  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Drei Monate nach dem großen Stromausfall im Berliner Südwesten kommt die Erstattung von Hotelkosten für Betroffene voran. Von insgesamt 2881 gestellten Anträgen seien inzwischen rund 700 ausgezahlt oder positiv beschieden worden, sagte der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Steglitz-Zehlendorf, Tim Richter (CDU).

Bei weiteren 780 Anträgen läuft die Bearbeitung, hier müssen Antragsteller teils noch Angaben oder Unterlagen nachreichen.

"Wir kommen langsam vor die Lage", sagte Richter. Der Aufbau eines rechtssicheren und zugleich möglichst unkomplizierten Verfahrens habe Zeit gebraucht, da der Bezirk hier Neuland betreten habe. Inzwischen funktioniere die Bearbeitung aus seiner Sicht gut. Angaben zur Höhe der beantragten oder bereits ausgezahlten Summen machte er nicht.

Berlin Erst Cola, dann die Faust: AfD-Politiker an Infostand ins Gesicht geschlagen

Bis alle Anträge geprüft und ausgezahlt sind, dürfte es nach Einschätzung Richters noch bis zum Frühsommer dauern. Für die Bearbeitung wurden zusätzliche Mitarbeiter im Bezirksamt eingesetzt, die jeden Fall einzeln prüfen. Dabei werde versucht, dringende Fälle bevorzugt zu behandeln.

Anzeige

Auslöser des Stromausfalls war ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am 3. Januar. Rund 100.000 Menschen waren teils tagelang ohne Strom und Heizung. Viele Betroffene wichen in Hotels aus, deren Kosten der Senat übernehmen will. Die Auszahlung erfolgt über den Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Mehr zum Thema Berlin: