Von Wilhelm Pischke
Schlepzig - Seit fast zwei Wochen herrschte auf mehreren Gewässern im unteren Spreewald ein Fahrverbot. Jetzt gibt es eine erste Entwarnung: Ein Teil der gesperrten Fließe ist wieder freigegeben.
Einige Wasserwege im Unterspreewald, die wegen des Eichenprozessionsspinners gesperrt worden waren, seien wieder für den Bootsverkehr freigegeben, hieß es in einer Mitteilung des Umweltministeriums in Potsdam.
Darunter fallen die Strecken: Krausnicker Strom von Puhlstrom bis Krausnicker Wehr, Puhlstrom von Schiwanstrom bis Unteres Puhlstromwehr, Nebenfließ "Schnelle Kathrin", ein Teil des Schiwanstroms.
In dem betroffenen Gebiet bestand auch die Gefahr, dass Bäume umstürzen und Äste abbrechen könnten. Die Gefahren seien nun beseitigt, sagte eine Ministeriumssprecherin.
Die Behörden hätten die Sicherungsarbeiten entlang der Gewässer wegen des Eichenprozessionsspinners allerdings zum Schutz ihrer eigenen Gesundheit einstellen müssen - daher dürften einige Wasserwege noch nicht wieder genutzt werden.
Weiterhin gesperrt bleiben unter anderem: die Wasserburger Spree, die Pfahlspree, der Dresslerstrom, der Krügerstrom.
Eichenprozessionsspinner breitet sich aus
Der Eichenprozessionsspinner hat sich in diesem Jahr laut Umweltministerium in Brandenburg besonders stark verbreitet und wird mehr und mehr zum Gesundheitsproblem.
Die winzigen Brennhaare der Raupen dieses Nachtfalters enthalten ein Nesselgift und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen. Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich.
Die Sperrungen betreffen ausschließlich Gebiete im Unterspreewald - nicht im Oberspreewald. Dieser ist überwiegend von Erlen, Eschen und Pappeln geprägt.
Deshalb gebe es in Lübbenau, Lehde und Leipe keine Einschränkungen beziehungsweise Gewässersperrungen aufgrund des Eichenprozessionsspinners, heißt es auf der Internetseite des Bootsverleihs Richter.