Mitten in der Urlaubssaison: Darum werden im Spreewald Wasserwege dichtgemacht

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Von Monika Wendel

Schlepzig (Dahme-Spreewald) - Wer in diesen Tagen eine Paddeltour im Spreewald plant, muss mit Einschränkungen rechnen.

Eine Paddeltour durch den Spreewald ist aktuell nur eingeschränkt möglich. (Archivfoto)
Eine Paddeltour durch den Spreewald ist aktuell nur eingeschränkt möglich. (Archivfoto)  © Patrick Pleul/dpa

Wegen starken Befalls mit dem Eichenprozessionsspinner hat das Land Brandenburg mehrere Gewässerabschnitte vorübergehend für den Schiffsverkehr gesperrt.

Umweltministerin Hanka Mittelstädt (39) und Infrastrukturminister Robert Crumbach (63, beide SPD) wollen sich am Montag ab 11 Uhr in Schlepzig im Unterspreewald ein Bild von der Lage machen.

Etwa die Hälfte der schiffbaren Flächen im Unterspreewald sind von den Sperrungen betroffen, wie es hieß.

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Besucherinnen und Besucher sollen vor Gesundheitsgefahren durch die giftigen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners geschützt werden, aber auch vor Gefahren durch umsturzgefährdete Bäume und Äste entlang der Wasserwege.

Spreewald-Touristen sollen mit ihren Booten alternative Routen nutzen, so das Verkehrsministerium.

Eichenprozessionsspinner landesweites Problem in Brandenburg

Touristen sollen durch die Sperrung von Wasserstraßen vor dem Eichenprozessionsspinner geschützt werden.
Touristen sollen durch die Sperrung von Wasserstraßen vor dem Eichenprozessionsspinner geschützt werden.  © Patrick Pleul/dpa

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) hat sich in diesem Jahr laut Umweltministerium besonders stark verbreitet und wird landesweit zum Gesundheitsproblem.

Die winzigen Brennhaare der Raupen dieses Nachtfalters enthalten ein Nesselgift und können bei Kontakt Hautreizungen mit starkem Juckreiz und Quaddeln auslösen. Augenreizungen, Husten oder asthmaartige Beschwerden sind möglich. 

In vielen anderen Regionen Brandenburgs und in Berlin waren Kommunen gegen die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners im Einsatz.

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In der Prignitz etwa wurde das tückische Insekt auch aus der Luft per Hubschrauber bekämpft.

Titelfoto: Patrick Pleul/dpa

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