Ziesar (Potsdam-Mittelmark) - In Brandenburg sind am Dienstagnachmittag zwei Menschen bei Verkehrsunfällen auf der A2 ums Leben gekommen.
Nach ersten Erkenntnissen der Polizei nahm das fatale Unheil seinen Lauf, als eine 76-Jährige offenbar ihre Ausfahrt verpasste und mit ihrem Honda gegen 15.48 Uhr zwischen den Anschlussstellen Ziesar und Wollin auf dem Stadtstreifen stoppte, um zu einem Wendemanöver anzusetzen.
Ein 40-Jähriger versuchte seinen Škoda noch zu bremsen, krachte aber mit hoher Geschwindigkeit in die Fahrerseite des Honda, der daraufhin über die Fahrbahn schleuderte.
Die 76-Jährige wurde durch den heftigen Aufprall in ihrem Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Anschließend brachte sie der Rettungsdienst in eine Klinik, wo sie in der Nacht zu Mittwoch ihren schwerwiegenden Verletzungen erlag.
Der Škoda-Fahrer und ein 78 Jahre alter Beifahrer der Verstorbenen wurden leicht verletzt ins Krankenhaus gebracht.
Tödlicher Folgeunfall am Stauende
Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen bildete sich an der Unfallstelle im Landkreis Potsdam-Mittelmark ein Stau, an dessen Ende sich gegen 17 Uhr ein tödlicher Folgeunfall ereignete.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei übersah der Fahrer eines kleinen Autotransporters das Stauende und fuhr mit hoher Geschwindigkeit auf das Heck eines wartenden Sattelzugs auf.
Durch die massive Kollision wurde der 23-jährige Fahrer im Führerhaus eingeklemmt und konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.
Als Folge der verheerenden Unfälle musste die Autobahn in Fahrtrichtung Berlin für mehrere Stunden komplett gesperrt werden.
An beiden Unfallstellen kamen externe Gutachter zur Rekonstruktion des Hergangs zum Einsatz. Die weiteren Ermittlungen dauern an und werden von der zuständigen Kriminalpolizei geführt.