Beunruhigende Zahlen! So kriminell war Chemnitz 2025

Chemnitz - Mehr Gewalt, mehr Raub, mehr Straftaten: Die Stadt Chemnitz ist 2025 deutlich krimineller geworden als im Vorjahr! Das zeigt die alljährliche Kriminalitätsstatistik der Polizei. Die beunruhigende Entwicklung bereitet den Beamten Sorge.

Die Polizei hatte in der Chemnitzer Innenstadt 2025 zahlreiche Einsätze. Vor allem Raubdelikte beschäftigten die Beamten.
Die Polizei hatte in der Chemnitzer Innenstadt 2025 zahlreiche Einsätze. Vor allem Raubdelikte beschäftigten die Beamten.  © Kristin Schmidt

Die Anzahl der Straftaten in Chemnitz ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 4,63 Prozent gestiegen. Klingt wenig – es handelt sich aber um exakt 1007 zusätzliche Fälle.

2025 konnten in Chemnitz etwa 9000 Verdächtige von der Polizei ermittelt werden, 55,7 Prozent davon Deutsche, 44,3 Prozent Ausländer.

Absolut besorgniserregend ist der Anstieg der Raubdelikte. 32,9 Prozent mehr derartige Attacken verzeichnet die Polizei im gesamten Direktionsbereich.

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Chemnitz Crime Bundespolizei ermittelt nach mehreren Attacken: Polizist, Zugbegleiterin und Zeuge angegriffen

Vor allem Kinder- und Jugendbanden geraten zunehmend ins Visier der Beamten. Weil es in den vergangenen Monaten zu einem unheimlichen Anstieg an Raub-Attacken in Chemnitz kam, wurde eine spezielle Einsatzgruppe gegründet, um den Tätern das Handwerk zu legen.

Dass die Täter immer jünger werden, ist nicht neu. "Gerade bei den Raubdelikten treten vermehrt Jugendliche und auch Kinder als Täter in Erscheinung. Dies beobachten wir bereits seit einigen Jahren, obgleich sich die Quantität als auch die Qualität der Tathandlungen nochmals erhöht hat", sagt Polizeipräsident Carsten Kaempf (57). Der 57-Jährige spricht von "großen Herausforderungen".

Die Einsatzgruppe "Recon" beschäftigte sich um den Jahreswechsel mit zahlreichen Raub-Attacken in Chemnitz. Karsten Richter (61, M.) koordinierte die Einsätze.
Die Einsatzgruppe "Recon" beschäftigte sich um den Jahreswechsel mit zahlreichen Raub-Attacken in Chemnitz. Karsten Richter (61, M.) koordinierte die Einsätze.  © Uwe Meinhold
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Mehr Gewalt und Bedrohungen in Chemnitz! Polizeipräsident: "Fallzahlen stimmen mich besorgt"

Polizeipräsident Carsten Kaempf (57) sorgt sich um die ansteigenden Zahlen von Gewalt.
Polizeipräsident Carsten Kaempf (57) sorgt sich um die ansteigenden Zahlen von Gewalt.  © Kristin Schmidt

Auch die allgemeine Gewalt nimmt zu: Die Polizei verzeichnet in Chemnitz etwa 24 Prozent mehr Fälle von Gewaltkriminalität als im Vorjahr.

Polizeipräsident Kaempf: "Die steigenden Fallzahlen bei Körperverletzungen und Bedrohungen stimmen mich besorgt, denn es zeigt, dass Konflikte leider nicht im respektvollen Umgang und durch Kommunikation gelöst werden, sondern oft in Drohungen und Tätlichkeiten münden."

Doch es gibt auch positive Entwicklungen: So sank die Zahl der Drogendelikte in Chemnitz um fast 36 Prozent! Auch verzeichnet die Polizei etwas weniger Autodiebstähle.

Und: Während in Chemnitz die Fallzahlen größtenteils ansteigen, sind sie in den Landkreisen weitestgehend rückläufig. "Sichtbar ist, dass sich die Kriminalität in städtischen Bereichen anders entwickelt als in ländlich geprägten Gebieten", sagt Polizeipräsident Kaempf.

Titelfoto: Bildmontage: Kristin Schmidt (2)

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