"Gefährliche Orte" in Chemnitz: Hier schlagen die Täter weiterhin zu
Chemnitz - Raub-Attacken, Körperverletzungen und Schlägereien: In Chemnitz gibt es mehrere Kriminalitäts-Hotspots. Vor allem in der Innenstadt treiben die Täter ihr Unwesen, doch auch in anderen Stadtteilen gibt es Plätze, an denen immer wieder Straftaten begangen werden. TAG24 kennt die "gefährlichen Orte" in Chemnitz.
Wo schlagen die Täter am häufigsten zu? Das wollte die Linken-Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (47) in einer Kleinen Anfrage von der sächsischen Landesregierung wissen. Sachsens Innenminister Armin Schuster (64, CDU) antwortete. Demnach gab es in Chemnitz im zweiten Halbjahr 2025 sieben "gefährliche Orte" - im ersten Halbjahr waren es noch acht Orte.
Laut dem Polizeivollzugsdienstgesetz handelt es sich dabei um Plätze, an denen sich regelmäßig Personen zu Straftaten verabreden, diese vorbereiten oder verüben.
Fünf der sieben "gefährlichen Orte" befinden sich in der Chemnitzer City. Darunter die Zentralhaltestelle inklusive der Rathausstraße und ein Teil der Fußgängerzone in der Straße der Nationen. Auch der Stadthallenpark, der Bereich "Am Wall", das Karree Wiesenstraße und Teile der Reitbahnstraße (bis 20. Oktober 2025) gehörten dazu.
Vor allem die unheimliche Raub-Serie beschäftige Ende 2025 die Chemnitzer Polizei. Vor allem in der Innenstadt schlugen die Täter immer wieder zu. Die neu gegründete Ermittlungsgruppe "Recon" konnte bereits mehrere Verdächtige festnehmen.
Auch diese Orte wurden in Chemnitz als "gefährlich" eingestuft
Auch außerhalb der Innenstadt wurden mehrere Orte als "gefährlich" eingestuft, darunter die Leipziger Straße zwischen Kanal- und Konradstraße (bis 20. Oktober 2025) und die Sonnenstraße auf dem Chemnitzer Sonnenberg.
Grundsätzlich änderten sich die "gefährlichen Orte" in Chemnitz im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 nicht. Einzige Änderung: Eine Freifläche am Klinikum Chemnitz tauchte in der Liste nicht mehr auf.
Dort kam es laut Polizei im Frühling vermehrt zu Ordnungsstörungen (Lärm, Müllablagerungen oder Verunreinigungen). Nach regelmäßigen Kontrollen hatte sich die Situation beruhigt.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, Sven Gleisberg, Kristin Schmidt
