Mafia-Doppelmord in Sachsen wird als ARD-"Blutspur" verfilmt
Chemnitz - Mitte der 90er-Jahre tobte in Sachsen ein Krieg der vietnamesischen Zigaretten-Mafia. Die Verbrechensserie greift die neue ARD-Doku "Blutspur der Zigaretten-Mafia" auf. Die zweite Folge thematisiert einen Doppelmord in Chemnitz.
Am 30. Juli 1995 werden in einer Wohnung in Altendorf zwei Brüder (16, 22) erdrosselt aufgefunden. "Die Leichen lagen gefesselt auf dem Boden, hatten Stoffknebel im Mund, waren wie ein Paket geschnürt", sagt Stefan Butzkies (58), Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Chemnitz, in der Doku.
Die Brüder hatten zuvor mit dem Täter zusammen getrunken und geraucht. "Die haben mit nichts gerechnet. Und diesen Umstand hat der Täter ausgenutzt."
Hintergrund der Tat sollen demnach illegaler Zigarettenhandel und Schutzgeld-Erpressung gewesen sein. Während der Anführer der Gruppe, die hinter den Chemnitzer Morden steckt, in Haft kommt, wird der eigentliche Täter erst 25 Jahre nach der Tat verurteilt.
Der Mann war in Tschechien untergetaucht. 2019 wurde er in Prag verhaftet und überstellt.
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Im Jahr darauf wurde er wegen Totschlags zu zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.
Die dreiteilige Doku über die Verbrechensserie ist seit Dienstag in der ARD-Mediathek verfügbar.
Titelfoto: Harry Härtel/Haertelpress
