Nach angeblicher Nachricht von Bank: Sachsen überweisen mehrere Tausend Euro auf portugiesische Konten

Chemnitz/Rochlitz - Schon wieder wurden mehrere Sachsen Opfer von Betrügern und wieder gaben sich die Täter als angebliche Bankmitarbeiter aus.

Ein Mann aus Chemnitz hatte eine angebliche SMS von seiner Bank erhalten und dann eine angegebene Telefonnummer angerufen und ist so an Betrüger geraten. Einem Rochlitzer erging es ähnlich. (Symbolbild)  © 123RF/adiruch

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte ein Chemnitzer vor wenigen Tagen zunächst eine SMS von einer vermeintlichen Bank erhalten. Laut deren Inhalt sei von seinem Konto eine, nicht von ihm genehmigte Überweisung getätigt worden. Doch für den Mann kam es noch schlimmer:

"In der Folge wählte der Betroffene eine in der SMS angegebene Telefonnummer, um den mitgeteilten finanziellen Schaden rückgängig zu machen. Während des Telefonates mit einem angeblichen Bankmitarbeiter wurde der Mann durch den Unbekannten letztlich dazu gebracht, mehrere Überweisungen auf ein portugiesisches Konto durchzuführen", berichtet ein Polizeisprecher.

Auf die gleiche Art und Weise haben Betrüger auch einem Mann in Rochlitz das Geld aus der Tasche gezogen. Er hatte ebenfalls eine Nachricht erhalten und sich dann über eine Telefonnummer, die in der SMS angegeben war, mit einer Bank in Verbindung gesetzt.

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Am Ende transferierte auch er mehrere tausend Euro auf ein portugiesisches Konto.

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Polizei rät zu Vorsicht

Die Polizei ermittelt nun wegen Betrugs und rät zum wiederholten Mal, ein gesundes Misstrauen an den Tag zu legen, wenn Nachrichten von Banken kommen, in denen Telefonnummern angegeben sind und um Rückruf gebeten wird.

Auf jeden Fall sollte man seine Finanzen vorher sorgfältig überprüfen und wenn man die Bank anrufen will, nur bekannte Nummern benutzen, aber auf keinen Fall die aus der Nachricht.

Erst in der vergangenen Woche wurde ein Fall von Anlagebetrug in Mittelsachsen bekannt, bei dem ein Rentner seine Ersparnisse an Unbekannte verloren hat. In letzter Zeit hat es zudem mehrere Fälle von Betrügereien mit angeblichen Kryptoanlagen gegeben. Dabei ergaunerten Betrüger mehr als 200.000 Euro.

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