Neue Details nach Evakuierung von Chemnitzer Schule: Zwei Schüler sprühten CS-Gas, 55 Personen betroffen

Chemnitz - Am Dienstag musste eine Chemnitzer Oberschule evakuiert werden, nachdem auf einer Schultoilette eine reizende Substanz versprüht wurde. Am Mittwoch teilte die Polizei weitere Details zu dem Vorfall mit. Unter anderem stehen zwei 15-Jährige im Tatverdacht.

Insgesamt 55 Personen mussten – zum Teil auch im Krankenhaus – medizinisch behandelt werden.  © Chempic

Gegen 10.10 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu der Schule in die Kreherstraße gerufen, nachdem eine unbekannte Substanz verteilt wurde. Das Gebäude musste evakuiert werden.

Nach derzeitigem Kenntnisstand der Polizei handelte es sich bei der Substanz um CS-Gas (Chlorbenzylidenmalonsäuredinitril), einem chemischen Tränenreizstoff, der zur Selbstverteidigung und von Polizeikräften eingesetzt wird.

Es führt zu stark gereizten Augen, Schleimhäuten sowie Atemwegen und verursacht Tränenfluss, Husten und Schmerzen. Dies mussten auch insgesamt 55 Personen vor Ort erfahren.

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Von ihnen wurden 47, darunter auch zwei Lehrkräfte, vor Ort medizinisch behandelt. Sieben Schülerinnen und ein Schüler im Alter zwischen zwölf und 15 Jahren wurden zur weiteren Behandlung und Untersuchung in Krankenhäuser gebracht.

Polizeiangaben zufolge werden mindestens zwei Schüler verdächtig, das Gas versprüht zu haben. Bei den beiden handelt es sich um einen 15-jährigen Syrer und einen gleichaltrigen Afghanen.

Die Polizisten hatten auf dem Schulgelände ein leeres Reizstoffsprühgerät aufgefunden und sichergestellt.

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Ermittlungen dauern weiter an

Nach dem Großeinsatz an der Oberschule gehen die Ermittlungen derzeit noch weiter.  © Chempic

Ermittlungen durch die Chemnitzer Kriminalpolizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung dauern weiter an.

Die Feuerwehr belüftete am Dienstagmittag die Schule.

Kurze Zeit später konnte das Gebäude wieder betreten und der Unterricht fortgesetzt werden.

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Bereits Anfang des Jahres kam es an der Oberschule Altendorf zu einem ähnlichen Vorfall.

Auch dort mussten mehrere Personen anschließend medizinisch untersucht werden.

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