Chemnitz - Nach den Schließungsplänen für Kindergärten in Chemnitz rücken auch Grundschulen der Stadt auf den Prüfstand. So sieht der Kreiselternrat Chemnitz aktuell einen alarmierenden Trend zur Kostenoptimierung bei der Auslastung der Grundschulen.
"Wir stellen mit wachsender Sorge fest, dass Grundschulen weniger Klassen bilden dürfen als bisher" so Thomas Brewig (58), Vorsitzender des Kreiselternrates.
"Wo problemlos zwei Klassen möglich wären, wird nur eine mit der Klassenstärke von 28 Kindern genehmigt, die anderen Kinder werden an andere Schulstandorte umgelenkt."
So stemmt sich aktuell der Elternrat in Borna dagegen, dass die Grundschule künftig offenbar nur noch einzügig weitergeführt werden soll.
"Die geplante Ablehnung und Verteilung von ca. elf angemeldeten Schulanfängern auf andere Schulen würde bestehende soziale Bindungen und gewachsene Kita-Gruppen auseinanderreißen", kritisiert eine Petition, adressiert an das Landesamt für Schule und Bildung.
Schließungen befürchtet
Thomas Brewig fürchtet neben der "Zementierung pädagogisch inakzeptabler Bedingungen", dass die Verfahrensweise "mittelfristig die Schließung von Schulstandorten vorbereitet". Dabei seien Schulen, die nur noch einzügig betrieben werden, als erste von Schließungsplänen bedroht.
Schon jetzt wägt die Stadt als Eigentümerin der Gebäude genau ab, an welchen Standorten Investitionen noch sinnvoll sind. So wurden konkrete Sanierungspläne für die als Auslagerungsstandort vorgehaltene alte "Schule Borna", die am Mittwoch im Stadtrat beschlossen werden sollten, vorerst verworfen.