Mehr als zehn Prozent mehr Einsätze! Chemnitzer Feuerwehr löscht mit Hochdruck

Chemnitz - Die Chemnitzer Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr viel zu tun, deutlich mehr als im ruhigen Corona-Jahr 2020. Am Mittwoch zogen die Helfer Bilanz und legten ihr Jahrbuch 2021 vor.

Der Großbrand der ehemaligen Spinnmühle in Wittgensdorf im vergangenen Oktober gilt für die Chemnitzer Feuerwehr als das herausforderndste Ereignis 2021.
Der Großbrand der ehemaligen Spinnmühle in Wittgensdorf im vergangenen Oktober gilt für die Chemnitzer Feuerwehr als das herausforderndste Ereignis 2021.  © Harry Härtel/Haertelpress

Im Stadtgebiet verzeichnete die Feuerwehr 2021 insgesamt 19.409 Einsätze. "Im Vergleich zum Vorjahr sind das 2000 Einsätze mehr", erklärt René Kraus (49), Amtsleiter der Feuerwehr Chemnitz.

Das entspricht einem Anstieg von 11,5 Prozent. Laut Bürgermeister Ralph Burghart (52) müssen die Brandbekämpfer dreimal pro Tag ausrücken.

Der schwierigste Einsatz dauerte vom 19. bis 21. Oktober 2021 und betraf den Großbrand der alten Spinnmühle im Ortsteil Wittgensdorf.

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Besonders herausfordernd: Die Einsatzkräfte mussten parallel zum Brand Verkehrsunfälle und die Auswirkungen eines Sturmtiefs koordinieren.

Der Amtsleiter der Feuerwehr Chemnitz, Rene Kraus (49, M.), und der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes, Thomas Jacob (55, l.), übergeben das Jahrbuch der Chemnitzer Feuerwehr 2021 an Bürgermeister Ralph Burghart (52).
Der Amtsleiter der Feuerwehr Chemnitz, Rene Kraus (49, M.), und der Vorsitzende des Stadtfeuerwehrverbandes, Thomas Jacob (55, l.), übergeben das Jahrbuch der Chemnitzer Feuerwehr 2021 an Bürgermeister Ralph Burghart (52).  © Haertelpress
Im Juli 2021 rettete die Feuerwehr Entenküken an der Augustusburger Straße.
Im Juli 2021 rettete die Feuerwehr Entenküken an der Augustusburger Straße.  © Haertelpress
Die acht Entenküken blieben unverletzt.
Die acht Entenküken blieben unverletzt.  © Haertelpress

Auch Containerbrände hielten Feuerwehr auf Trab

Die zahlreichen Containerbrände hielten die Feuerwehr auf Trab.
Die zahlreichen Containerbrände hielten die Feuerwehr auf Trab.  © Haertelpress

"Was uns ebenfalls auf den Beinen gehalten hat, war 2021 eine Serie von Containerbränden (173 Alarmierungen), die gefährlich sind, weil sie sich auch auf Fahrzeuge und Gebäude ausbreiten können", sagte René Kraus.

Er begründet die Zahl an steigenden Einsätzen unter anderem mit einer zunehmenden Hilflosigkeit der Bevölkerung: "Bei einer brennenden Mülltonne wird eher die Feuerwehr gerufen, als selbst den Brand mit einem Eimer Wasser zu löschen."

Gegenwärtig arbeiten 486 Mitarbeiter bei der Berufsfeuerwehr sowie ca. 400 Leute bei den 15 Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet. Die gute Neuigkeit für Amtsleiter Kraus: "Wir haben sehr gute Bewerberzahlen im Hinblick auf die Berufsfeuerwehr."

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Auch bei den Freiwilligen Feuerwehren gibt es Zuwachs - entgegen dem überregionalen Trend. Die Integrierte Regionalleitstelle der Chemnitzer Brandbekämpfer ist nicht nur für die Stadt, sondern auch für die Landkreise Mittelsachsen und Erzgebirgskreis zuständig - also für circa eine Million Menschen.

Titelfoto: Haertelpress

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