Sperrmüll in Chemnitz angezündet: Jugendliche unter Verdacht
Chemnitz - In der Nacht zum Mittwoch wurde in Chemnitz Sperrmüll angezündet. Ein Anwohner musste ins Krankenhaus gebracht werden. Stecken Jugendliche hinter dem Feuer?
Gegen 1.15 Uhr wurden die Einsatzkräfte in die Straße Usti nad Labem im Ortsteil Kappel gerufen. Nahe der Hauswand eines Mehrfamilienhauses standen alte Möbel in Brand.
Wie die Polizei gegenüber TAG24 mitteilte, schlugen die Flammen beim Eintreffen der Feuerwehrleute bereits an die Hauswand und beschädigten diese.
Das Feuer konnte schnell unter Kontrolle gebracht werden. Jedoch mussten während der Löscharbeiten Teile der Dämmung geöffnet werden, damit sich die Glut nicht weiter ausbreiten konnte.
Der Rauch war aber bereits in eine angrenzende Wohnung im Erdgeschoss gezogen, da der 36-jährige Bewohner offenbar sein Fenster gekippt hatte. Der 36-Jährige wurde mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht.
Die Fassade des Hauses wurde stark beschädigt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich Polizeiangaben zufolge auf einen vierstelligen Betrag.
Bewohnerin stellt nach Auszug mehrere Möbel ab
Ein 58-jähriger Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte den brennenden Sperrmüll vor dem Haus bemerkt und gesehen, wie sich zwei unbekannte Personen vom Brandort entfernten.
Eine weitere Bewohnerin berichtete zudem gegenüber TAG24, dass sie, kurz bevor das Feuer ausbrach, mehrere Jugendliche bemerkt hatte, die durch die Straße rannten.
Wie die Polizei am Dienstagmittag mitteilte, stehen derzeit zwei Jugendliche im Fokus der Ermittlungen.
Dabei handelt es sich um einen 14- und einen 15-jährigen Deutschen. Die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung dauern derweil noch an.
Und woher stammte die große Menge an Sperrmöbeln? Auch dazu konnte ein Anwohner Auskunft geben. Die Bewohnerin aus dem obersten Stockwerk sei ausgezogen, habe die Möbel dort abgestellt. Laut eines Notizzettels auf den Möbeln sei die Stadt über den Sperrmüll informiert worden.
Titelfoto: Ralph Kunz (2)

